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Gesundheitskosten: Offener Brief an MdB Dr. Mützenich

21.07.2006 - von Amalie Klein

Sehr geehrter Herr Dr.Mützenich,

als Mitglied des Deutschen Bundestages wende ich mich an Sie diesen Wahnsinn was die Krankenkassenbeiträge betrifft zu stoppen, denn was mit Rentnern gemacht wird, die selbst für ein zweites finanzielles Standbein gesorgt haben, damit Sie im Alter niemandem zur Last fallen, ist jetzt ein Schlag nach dem anderen ins Gesicht.

Sind die Kassen leer, schröpft man diejenigen, die in die Sozialkassen einbezahlt haben.

Die, die wenig oder nichts einbezahlt haben, Ihr Geld auf der Sparkasse im Safe haben, oder Ihre Immobilie auf die Kinder überschrieben haben, bezahlen sehr wenig für ihre med. Versorgung und freuen sich, dass die anderen das Geld abgezogen bekommen.

Wer so mit den Alten umgeht, hat die Achtung vor den Alten verloren und diese Handhabung ist nicht demokratisch.

Laßt die Alten in Würde Ihren Lebensweg zu Ende gehen, denn Sie haben für Ihre Rente gearbeitet.
Ist das der Preis der Wiedervereinigung? Was mit uns Rentnern nach der Wiedervereinigung gemacht wurde ist einfach schäbig.
Sehr geehrter Herr Dr.Mützenich versuchen Sie, diese ständigen Zuzahlungen zu stoppen, dann wird die Politik auch wieder glaubwürdiger.

Im letzten Quartal von April bis Juni haben mein Mann und ich folgende Kosten für die Gesundheitsversorgung, die nicht von der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gedeckt waren, aus eigener Tasche bezahlt:

Praxisgebühr: 10€
Zuzahlung für Diabetiker Hausschuhe: 76€
Salbe für Füße: 14€
Spritzen wg. Eisenmangel: 8,45€ Augeninnendruckmessung: 17€

macht zusammen 115,45 Euro.

Dazu kommt das Geld, das man uns jeden Monat von der Betriebsrente als Beitrag für die Kranken- und Pflegeversicherung abzieht.

Das macht 210,18 € pro Monat, also in einem Quartal 630,54€.

Macht zusammen 745,99€

Dazu kommen noch 348€, die wir an Vorkassse für Medikamente ausgelegt haben.

Diese Regierung soll man in die Wüste schicken, wir werden geschröpft, die Versorgung der Regierenden ist aber wunderbar. Wie kann es sein, dass die Krankenkassen noch immer leer sind, obwohl die Betriebsrentner alle zur Kasse gebeten werden? Wo bleibt das Geld? In welchen Kanälen verschwindet es auf Nimmerwiedersehen? Ich wünsche mir einen Aufstand bis nach Berlin.


Mit freundlichen Grüssen

Amalie Klein!

Quelle: Mail ans Büro gegen Altersdiskriminierung