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Helios kauft Krefelder Krankenhäuser

23.11.2007

Der Stadtrat in Krefeld hat sich mit Mehrheit für einen Verkauf der "Städtische Krankenhäuser Krefeld gemeinnützige GmbH" an den privaten Klinikbetreiber Helios entschieden.
Insgesamt 74,9% der Anteile des Klinikum Krefeld (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Düsseldorf)und das Cäcilien-Hospital Krefeld-Hüls gehen an den Gesundheitskonzern Fresenius, der im Jahr 2005 für rund 1,5 Milliarden € Helios gekauft hat. Die Klinikgruppe hat zur Zeit 58 Reha- und Akutkrankenhäuser, 27.000 Mitarbeiter und 2006 setzte sie 1,7 Milliarden Euro um.

Die Städtischen Krankenhäuser Krefeld haben zur Zeit 3.000 Beschäftigte. Der Vertrag mit Helios sieht vor, dass betriebsbedingte Kündigungen in den nächsten drei Jahren (2010) ausgeschlossen sind. Kaufpreis, Schuldenübernahme und Investitionszusagen betragen 300 Millionen Euro.
Die Krefelder Klinken setzten zuletzt 185 Millionen Euro im Jahr um.
Helios will ein neues Klinikzentrum mit 1.000 Betten in Krefeld bauen. Dafür sollen in den nächsten fünf Jahren (2012) knapp 100 Millionen Euro investiert werden. Die Klinik soll Akademisches Lehrkrankenhaus sein.

Helios betreibt in NRW bereits Klinken in:
Bad Berleburg, Bochum-Linden, Hagen/Ambrock, Lengerich, Oberhausen, Schwelm, Siegburg und Wuppertal.

Francesco de Meo, der ab 2008 der Geschäftsführung von Helios vorstehen wird, schließt weitere Fusionen von Klinikketten oder Aufkäufe von Kliniken nicht aus. Jährlich sollen 150 Millionen "Umsatz" hinzugekauft werden.

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=1239
Quelle: FAZ, 23.11.07