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Berlin: Deutscher Pflegekongress

21.05.2019

Von den insgesamt 106 "Sprechern" des Pflegekongresses, deren Namen am 2.5.2019 auf der Webseite vom Kongressbüroaufgeführt waren, hatten 44 einen weiblichen Vornamen. Das ist knapp die Hälfte, aber kein Grund zum Jubeln, denn die Mehrheit der Pflegenden ist weiblich. Laut Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2015 sind im ambulanten Bereich 87 Prozent der Pflegefachkräfte weiblich, im stationären Bereich sind es 85 Prozent gewesen. Dieser Personalstruktur entspricht die Geschlechterverteilung der "Sprecher" überhaupt nicht. Folge: "Sprecher"* aus dem Mangement sind überproportional vertreten und haben auch in Berlin das Sagen.

Aber lesen Sie, was die wissenschaftliche Leiterin des Pflegekongresses über den Kongress schreibt:

"Auch wenn man bis heute vom „Autoland Deutschland“ spricht: Seit gut 20 Jahren ist Deutschland zunächst einmal „Pflegeland“. Denn bereits seit den 1990er Jahren arbeiten mehr Beschäftigte in der Pflege als in der Autoindustrie. Und die demografische Entwicklung beschleunigt dies: Mittlerweile sind es ein Drittel mehr Beschäftigte.
Die große Bedeutung der Pflege für die Gesellschaft zeigt sich übrigens auch im Recht: Drei Bücher des Sozialgesetzbuchs regeln unter anderem Aspekte der Pflege kranker, arbeitsunfähiger und alter Menschen: SGB V, SGB IX und SGB XI.
Kein Wunder, dass das Themenspektrum beim Deutschen Pflegekongress 2019 so breit ausfällt! Es geht um Aus-, Fort- und Weiterbildung, um Qualitätssicherung und Patientensicherheit, um die Aufgaben des Topmanagements, um Karriere und um das Management der Tätigkeiten vor Ort.
Das Motto des Hauptstadtkongresses lautet: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten der Digitalisierung“. In der Pflege verändert der digitale Wandel die Arbeit bereits – und dieser Prozess wird sich beschleunigen.
Mit einem neuen Format, den „Foren“ für das Pflegemanagement, wollen wir interaktiver werden: Teilnehmer sollen praktisch umsetzbares Wissen mitnehmen – etwa zur Mitarbeiterentlastung oder zu Verhandlungstechniken.
Der Deutsche Pflegekongress ist Teil des Hauptstadtkongresses. Dadurch bietet er wie kein anderer Kongress die Möglichkeit zum fach- und disziplinübergreifenden Dialog mit allen Partnern im Gesundheitswesen, etwa dem Krankenhausmanagement oder der Ärzteschaft. Wie immer werden etliche Kongressveranstaltungen gemeinsam mit dem Deutschen Ärzteforum und dem Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation ausgerichtet – für einen Dialog auf Augenhöhe.
Seien Sie dabei! Ich freue mich auf Sie!
Hedwig François-Kettner, Wissenschaftliche Leiterin"

Ort: CityCube, Messedamm 26, 14055 Berlin
Anmeldung erforderlich: ja
Teilnahmegebühr: ja 285,00 incl. MWST
21.5.-23.5.2019 Berlin
Kongressbüro:
Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit
c/o Agentur WOK GmbH
Palisadenstr. 48
10243 Berlin
Tel: 030 - 49 85 50 31

*Die SprecherInnen sind:
Alexa Ahmad Andrea Albrecht Dr. Jan Basche Marcus Bataryk Manuel Batram Peter Bechtel Martin von Berswordt-Wallrabe Staatssekretär Björn Böhning Berthold Böttcher Uwe Borchers Jochen Brink Dr. Annette Busley, MHBA Markus Classen Patricia Drube Benita Eisenhardt Georg van Elst Stephanie Faehling Dr. Matthias Faensen Annemarie Fajardo, M.Sc. Sebastian Fischer Daniel Flemming Hedwig François-Kettner Hans-Joachim Fritzen Oberin Doreen Fuhr Michael Gabler PD Dr. Karim Gawad, MME, FACS Grit Genster Sabine Girts, MBA Holger Göpel Prof. Dr. Wolfgang Greiner Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp Dr. Sven Halldorn Verena Halter Prof. Dr. Martin Heckelmann Michael Heider Dr. Patrick Heiler Dr. Nils Hellrung Martina Henke Dr. Thorsten Hofmann Thomas Hommel Ilse Hotz Sabine Jansen Andreas Jöchl Gernot Kiefer Doreen Klepzig Barbara Koch Susanna Kochskämper Andreas Kocks Ferdinand Kögler Petra Krause Jens Kreutzer Dr. Roy Kühne, MdB Kathrin Leffler Sarah Lukuc Christiane Mähler-Bidabadi Dr. Markus Mai, M. A., MScN Irene Maier Rainer Manske Britta March, MBA Herbert Mauel Dr. Dirk Mecking Sandra Mehmecke Thomas Meißner Beate Mens Iris Meyenburg-Altwarg Dr. Jörg Meyers-Middendorf Falk H. Miekley Andreas Mihm Thorsten Mittag Marie-Luise Müller Bruno Müller Thorsten Muschinski Birgit Naase Till Nagelschmidt Silke Oltrogge Dr. Bernhard Opolon Tatjana Padberg, M.A. Birgit Pätzmann-Sietas Dr. Peter Pick Joachim Prölß, M. A. Prof. Dr. Hartmut Remmers Ludger Risse Sabrina Roßius Prof. Dr. Heinz Rothgang Dr. Hajo Schmidt-Traub, MBA Dr. Martin Schölkopf Bastian Schott Juliane Schulz, MSc Britta Schulze Dr. h. c. Ramona Schumacher Staatssekretärin Juliane Seifert Jana Spieckermann Carola Stenzel-Maubach Cindy Stoklossa, M. A. Sylvia Svoboda, MSc Gabriele Tammen-Parr Bernd Tews Sabine Werth Wilfried Wesemann Staatssekretär Andreas Westerfellhaus Patrick Wiek Dr. Pia Wieteck Dr. Klaus Wingenfeld Dr. Benedikt Zacher Ulrich Zerhusen.

Weitere Informationen: Teilnahme Link


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