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April-Programm der Karl Rahner-Akademie in Köln

20.04.2021

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden,
belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.

Wie Goethes Faust nach dem Osterspaziergang spüren wir dieser Tage besonders deutlich eine Sehnsucht nach Befreiung und einer Erzählung, die größer ist als die begrenzten Wege unserer Alltäglichkeiten. Verbunden damit ist die Hoffnung des Osterfestes: Aus der Dunkelheit des Grabes erwächst dem Menschen neues Leben!

Nun sieht es aus, als müssten wir auch in diesem Jahr die österlichen Kreise eng ziehen. Viel mehr als einen Osterspaziergang wird der Lockdown nicht ermöglichen. Umso wichtiger sind daher die Hoffnungserzählungen, die uns die Ostertraditionen übermitteln und auch das Erleben der Kunst, das ich in diesen Tagen so vermisse. Kunst sei das Tor zu den „möglichen Welten“ schreibt der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz 1675. Kunst überhöhe unser irdisches Dasein, ermögliche uns Sinn zu stiften in einer Welt, deren Gestalt unwirtlich ist.

Als bleibendes Versprechen auf das, was möglich sein wird, freuen wir uns, Ihnen zunächst folgende digitale Veranstaltungen anzukündigen, für die Sie sich ab jetzt anmelden können.

Mit Cordula Stratmann startet unser Programm am 14. April. Helga Kirchner hat die Kabarettistin und Schauspielerin in die Reihe „Lebensromane“ geladen. Diskutiert wird über das Leben der Künstlerin und den Roman „Ich bin hier und alles ist jetzt“ von Edith Eva Eger.

Zurzeit wehen an vielen Kirchen Regenbogenfahnen. Am 15. April analysiert die Theologin Julia Knop unter dem Titel „Beziehungsweise“ den Umgang der katholischen Kirche mit Ehe, Partnerschaft und Familie. Dabei bezieht sie auch Stellung zum jüngsten Schreiben des Vatikans, das die Segnung homosexueller Paare zu unterbinden sucht.

Statt großer Tagung zur Konzerttätigkeit des Gürzenich-Orchesters, berichte ich am Freitag, 16. April unter dem Titel „Skandal! Béla Bartóks ‚Der wunderbare Mandarin‘ an der Oper Köln 1926“ über Kölner Theatergeschichte und führe in den Bartók Schwerpunkt des Orchesters ein, der auch im Konzert-Stream zu hören sein wird.

„Wo Kirche dran steht, muss Freiheit drin sein“ meint Rainer Gottschalg, der in unserer Reihe „Theologie jung & druckfrisch“ am 21. April die Thesen seiner Promotionsarbeit vorstellen wird. Die Aktualität theologischer Forschung zeigen an diesem Abend auch Lea Lerch mit ihren Überlegungen zur Liturgischen Bewegung und Matthias Daufratshofer, der über das päpstliche Lehramt spricht.

Die Film-Veranstaltung am 23. April mit Josef Lederle zu Terrence Malicks „Ein verborgenes Leben“ wird in die Virtualität wechseln. Thema ist die Gewissensprüfung des Franz Jägerstätter im Angesicht der NS-Schergen. Die Medienzentrale des Erzbistums Köln ermöglicht mit der Bereitstellung eines Streams eine einwandfreie Übertragung.

Seit 1700 Jahren gibt es jüdisches Leben in Deutschland. Diese lange Tradition spiegelt sich auch in der Theaterlandschaft wieder. Anlass für uns, den Blick auf Figuren wie Nathan der Weise oder Theatermacher wie Max Reinhardt zu richten. Das unternimmt Peter W. Marx in seiner Seminarreihe „Wenn Ihr uns kitzelt/Wenn Ihr uns stecht“ am 27. April und 4. Mai.

Digitale Gesprächsformen bieten Chancen. Daher beginnen wir am 28. April unter dem Titel „Eine Stunde mit...“ eine neue Gesprächsreihe. Für die erste Ausgabe haben wir Marina Weisband, Politikerin und Publizistin, gewinnen können. Mit ihrer Rede im Bundestag zur Gedenkstunde der Opfer des Nationalsozialismus hat sie uns beeindruckt. Wir sprechen mit ihr unter anderem über ihren Blick auf jüdisches Leben in Deutschland.

„Wir müssen uns klar werden, dass wir andere Menschen zur Entdeckung und Korrektur von Fehlern brauchen – und sie uns“, so Karl Popper 1945. Sein Nachdenken über gesellschaftlichen Zusammenhalt und Pluralität stellt Hans-Gerhard Neugebauer in seinem Vortrag „Karl Popper und sein Kampf für eine offene Gesellschaft“ am 29. April vor.

Neue Information haben wir für zwei Kultur-Veranstaltungen im Mai: Das ACHT BRÜCKEN FESTIVAL plant doppelt und wird live oder per Stream das Programm „Happiness. Seriousness“ spielen. Das Projekt selbst lässt 20 Künstlerinnen in Kurzfilmen und Neukompositionen zu Wort kommen, die sich mit Fragen von Glück und Allgemeinwohl auseinandersetzen. Konzertkarten mit der für die Akademie vereinbarten Reduktion sind ab jetzt buchbar. Am Mittwoch, 5. Mai wird Christiane König, Expertin für frühen Film und feministische Filmgeschichte, eine Einführung geben.

Einen neuen Termin konnten wir mit dem Freien Werkstatt Theater vereinbaren. Am 9. Mai werden Vortrag und Vorstellung zu „Bachmann“ in der Inszenierung von Thomas Hupfer und Achim Conrad nachgeholt.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, dass auch Sie des „Frühlings holden, belebenden Blick“ spüren und im Namen des ganzen Teams:

Frohe Feiertage und gesegnete Ostern!

Kommen Sie auf unsere Homepage!

Ihre
Dr. T. Sofie Taubert
Studienleiterin Kultur der Karl Rahner Akademie Köln e.V.

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