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Berlin: Alter in bester Verfassung?

10.12.2012

„Alter“ ist in Deutschland das Merkmal mit der jüngsten antidiskriminierungspolitischen Tradition. Doch die Wahrnehmung für die Problematik der Altersdiskriminierung, die gleichermaßen ältere wie jüngere Menschen treffen kann, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine wichtige und gute Rolle spielt hierbei das 2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Trotz aller Fortschritte bleibt viel zu tun, wenn es beispielsweise darum geht, ungerechtfertigte Altersgrenzen zu überwinden und mit ihnen die dahinterstehenden einseitigen und negativen Bilder vom Alter: Sind ältere Menschen tatsächlich nur noch eingeschränkt leistungsfähig, mangelt es jüngeren Menschen grundsätzlich an Erfahrung? Wenn es ums Alter geht, tut sich auch verfassungsrechtlich eine auffällige Lücke auf. So gesehen ist das Alter bislang noch nicht in bester Verfassung.

Das Ziel der Berliner Fachveranstaltung im gegenwärtigem „EU-Jahr 2012 des aktiven Alterns und der Generationensolidarität“ ist es, die Diskussion um eine „verfassungsrechtliche Gleichbehandlung“ des Merkmals Alter in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und politischen Akteur/innen voranzubringen. Es wird damit ein weithin sichtbares Signal gesetzt, dass das Merkmal Alter den gleichen rechtlichen Rang genießen sollte wie andere zu schützende Merkmale auch. Wir laden Sie herzlich ein, mit zu diskutieren.

PROGRAMM
12.30 Uhr Ankommen und Mittagsimbiss
13.00 Uhr Begrüßung
Bettina Luise Rürup, Leiterin Forum Politik und Gesellschaft
der Friedrich-Ebert-Stiftung, Barbara Loth, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Michael Büge, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

13.30 Uhr Vorstellung der rechtswissenschaftlichen Expertise zur Begründung einer verfassungsrechtlichen Verankerung des Merkmals Lebensalter durch die Gutachter/innen Dr. Sarah Elsuni, Alexander Klose und Doris Liebscher, HU-Berlin

Rückfragen aus dem Publikum

14.10 Uhr Kurzkommentare aus Sicht der Gerontologie
Dr. Peter Zeman, Senior Expert des Deutschen Zentrums für Altersforschung eines Vorreiterlandes (Beispiel Schweiz)
Dr. Walter Rehberg, ehemals Projektleiter „Forschungsprojekt
Altersdiskriminierung“ an der Fachhochschule St. Gallen, Schweiz; heute Parlamentarischer Berater für Soziales und Gesundheit der bayerischen SPD-Landtagsfraktion der Gewerkschaften, Martina Perreng, Leiterin des Referats „Individualarbeitsrecht und angrenzende Rechtsgebiete“ des DGB des Europäischen Jahrs des aktiven Alterns und der Generationensolidarität, Dr. Bernd Schulte, Wissenschaftlicher Referent / Consultant, ehemals Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht, München.

Rückfragen aus dem Publikum und Zusammenfassung der Kommentierungen

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Kulturbeitrag „Theater der Erfahrungen“

16.30 Uhr „Fishbowldiskussion“
Regina Saeger, Vorsitzende des Landesseniorenbeirats Berlin, Immanuel Benz, stellvertretender Bundesvorsitzender SJD – Die Falken, Martin Marquard, ehem. Berliner Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung, „Expert/innen-Stuhl“ im Wechsel mit Dr. Sarah Elsuni, Alexander Klose, Doris Liebscher.

Tagesmoderation: Nina Amin Abayazid, Journalistin
18.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Bitte bis zum 5. Dezember 2012 per Antwortfax oder E-Mail anmelden: Fax: 030/269 35-9241 E-Mail: forumpug(at)fes.de
Link
Anmeldebestätigungen werden nicht versendet.

Veranstaltungsort
Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus 2, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin

Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Fragen zur barrierefreien Durchführung der Veranstaltung

Quelle: Mail an die Redaktion

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