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Berlin: Älterwerden in ländlichen Räumen

25.11.2015

Der demografische Wandel ist am stärksten in ländlichen Räumen zu spüren. Aufgrund einer anhaltend niedrigen Geburtenrate und einer gezielten Abwanderung junger Menschen in die Ballungsräume nimmt die Bevölkerung ab. Vielfach bleiben die älteren Menschen zurück. Gleichzeitig kommt es in vielen Bereichen zu einer Ausdünnung der Angebote und die Wege zur Versorgung werden weiter.

Um die Versorgung aufrecht zu erhalten sowie soziale und gesellschaftliche Teilhabe gerade auch für ältere Menschen in einem möglichst umfassenden Sinne zu gewährleisten, sind innovative Lösungen gefragt. Vielerorts sind Konzepte entwickelt und umgesetzt worden, die beispielgebend sind. Teilweise sind neue Angebote vor Ort entstanden, teilweise werden die Menschen zu den Angeboten gebracht und teilweise können auch technische Lösungen zumindest eine ergänzende Funktion haben. Engagierte Seniorinnen und Senioren gehören häufig zu den Initiatoren oder spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Konzepte.

Mit der Fachtagung sollen haupt- und ehrenamtliche Akteure aus der Seniorenarbeit und Seniorenpolitik über Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten informiert werden. Neben Impulsreferaten und einer Podiumsdiskussion wird es vier moderierte Arbeitsgruppen geben, die das Älterwerden in ländlichen Räumen unter verschiedenen Teilaspekten näher betrachten, darunter Wohnen und haushaltsbezogene Dienstleistungen, Gesundheitliche Prävention, Medizinische und pflegerische Versorgung sowie Mobilität und soziale Teilhabe. Bei einem Markt der Möglichkeiten besteht Gelegenheit, sich über Pojektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen und Mitmachaktivitäten wahrzunehmen.

Mittwoch, 25.11.2015
15:00 Uhr Registrierung und Willkommenskaffee
15:45 Uhr Begrüßung
Grußwort - Dr. Matthias von Schwanenflügel, Leiter der Abteilung „Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege“, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen + Jugend(BMFSFJ)
16:00 Uhr Impulsreferat - Was bräuchte es zum lebenswerten Altern auf dem Lande? – Soziologische Perspektiven
Prof. Dr. Kai Brauer, Studienbereich Gesundheit und Soziales, Fachhochschule Kärnten

16:30 Uhr Parallele Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe I: Wohnen und haushaltsbezogene Dienstleistungen
Impulse: • Astrid Grunewald-Feskorn, BAGSO
• Uschi Rustler, Seniorenbüro „Die Brücke“ des Rhein-Lahn-Kreises
Moderation: Dr. Andrea Töllner, Forum Gemeinschaftliches Wohnen

Arbeitsgruppe II: Gesundheitliche Prävention
Impulse: • Anne von Laufenberg-Beermann, Gabriele Mertens-Zündorf,
Projekt „Im Alter IN FORM – Gesunde Lebensstile fördern“, BAGSO
• Miriam Schreck, Deutscher Turner-Bund
Moderation: Ute Blessing-Kapelke, Deutscher Olympischer Sportbund

Arbeitsgruppe III: Medizinische und pflegerische Versorgung
Impulse: • Dr. Andreas Böhm, Referat 41, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Brandenburg
• Horst Weipert, Sozialakademie Potsdam der AWO SANO GmbH
Moderation: Rudolf Herweck, Ministerialdirektor a.D., BAGSO

Arbeitsgruppe IV: Mobilität und Soziale Teilhabe
Impulse: • Prof. Dr. Georg Rudinger, Zentrum für Alternskulturen der Universität Bonn, BAGSO-Expertenrat
• Katharina Knierim, Katholische Landvolkbewegung Deutschlands (angefragt)
Moderation: Volker Amrhein, Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband
18:10 Uhr Pause
18:30 Uhr Revue „Eine Frau wird erst schön in der Küche“
Die Spätzünder, Theater der Erfahrungen Berlin
19:00 Uhr Sorge und Mitverantwortung in ländlichen Räumen
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Universität Heidelberg,
Vorsitzender der Siebten Altenberichtskommission
19:30 Uhr Abendessen

Donnerstag, 26.11.2015
9:00 Uhr Eintreffen der Teilnehmenden
9:30 Uhr Wiederholung der Arbeitsgruppenthemen vom Vortag
Arbeitsgruppe I: Wohnen und haushaltsbezogene Dienstleistungen
Arbeitsgruppe II: Gesundheitliche Prävention
Arbeitsgruppe III: Medizinische und pflegerische Versorgung
Arbeitsgruppe IV: Mobilität und soziale Teilhabe

11:00 Uhr Kaffeepause
11:30 Uhr Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen
in einem Gespräch mit den Moderatorinnen und Moderatoren
12:00 Uhr Markt der Möglichkeiten
Bei einem Rundgang besteht Gelegenheit, sich über ausgewählte Initiativen zu informieren, mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen und Mitmachaktivitäten wahrzunehmen.
13.00 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr Podium
Kein schöner Land? –
Perspektiven für ein Älterwerden in ländlichen Räumen
• Prof. Dr. Peter Dehne, Hochschule Neubrandenburg
• Franz Müntefering, Bundesminister a.D.
• Aloys Schneider, Ortsbürgermeister Dorfgemeinschaft Külz, Rheinland-Pfalz
• Dr. Irene Vorholz, Deutscher Landkreistag
• Angelika Zander, Ministerialrätin a.D., Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen
15:25 Uhr Schlusswort
15:30 Uhr Ende der Tagung

Gesamtmoderation: Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D., BAGSO

„Kein schöner Land…“
Älterwerden in ländlichen Räumen
25. und 26. November 2015 in der Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung in Berlin
BAGSO-Jahrestagung 2015


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