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Berlin: School of Disobedience

21.01.2019

Re-Thinking Value at the End of the Economy. Eine Einführung in die Kryptoökonomie. School of Disobedience.: Aus dem glühenden Kern der Occupy Wall Street-Bewegung bleibt bis heute eine Frage unbeantwortet: Wie besetzt man eine finanzielle Abstraktion? Die Economic Space Agency (ECSA) ist in diesem neuen Blockchain-Raum tätig ist und sieht in der Kryptofinanzierung ein Ausdrucksmedium mit dem Potenzial, die Beschränkungen der gegenwärtigen Marktwirtschaft zu überschreiten. Anhand der Kryptoökonomie wird es möglich, die Geldform von innen her zu rekonstruieren und zu dekolonisieren und sich so p2p-Ökosysteme von Werten vorzustellen, die dem herkömmlichen kapitalistischen Bereich entkommen oder diesen zumindest neu definieren könnten.

Mit Erik Bordeleau von der Economic Space Agency

Erik Bordeleau (PhD, Université de Montréal) ist Wissenschaftler am SenseLab (Concordia University, Montreal) und Finanzgestalter bei der Economic Space Agency (ECSA). Er ist außerdem Mitglied der Forschungsgruppe HAR (Histoire des arts et des representations - Université Paris Ouest Nanterre La défense) und Mitbegründer der Kollektive Entrepreneurs du commun und Econautic Consultancy. Seine Arbeit behandelt die Schnittstelle aus politischer Philosophie, Medien- und Finanztheorie, zeitgenössischer Kunst und Filmwissenschaft und legt einen starken Fokus auf den speculative turn und die Erneuerung der Frage nach dem Möglichen im zeitgenössischen Denken.

Die Economic Space Agency bringt radikale Ökonomen, Software-Ingenieure, Künstler, Theoretiker und Kryptotechnologen zusammen, um sich einer einzigartigen wirtschaftlichen, ethischen, ästhetischen und politischen Herausforderung zu stellen: die Neuerfindung des Finanzwesens als kollektive Praxis von Zukunftsgestaltung und das Neudenken von Wert am Ende einer Wirtschaftsform, wie wir sie kennen.

School of Disobedience
Die School of Disobedience ist ein experimentelles Format, das neue Wege der unabhängigen Wissensproduktion im 21. Jahrhundert testet. Sie ist aus dem Geist der Stadt Berlin geboren, die ein Bild für diese Zeit und diese Welt ist, heterogen, international, politisiert. Ziel der School of Disobedience ist es, dieses Potential der Stadt zu bündeln und für die Arbeit an einer gemeinsamen Zukunft fruchtbar zu machen. In der Verbindung von humanistischen und technologischen Perspektiven gilt es, konkrete Projekte anzustoßen, die einen progressiven Gesellschaftsbegriff verwirklichen und unseren Gerechtigkeitssinn schärfen.

Seit Frühling 2018 veranstaltet die School of Disobedience im Grünen Salon einer Reihe von Veranstaltungen, welche Fragen von Form und Inhalt para-akademischen Arbeitens testen. In dieser Spielzeit wird es Seminar-Formate geben, die sich an alle richten, die an der Verbindung von akademischem und aktivistischem Denken und Arbeiten interessiert sind, eine Werkstatt für Technologen wie Theoretiker, ein Makerspace für Menschen mit Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen, von Jura zu Coding, von NGO zu Universität. Jeden Monat führt ein anderer wissenschaftlicher Experte ein Seminar über sein Forschungsgebiet durch und lädt Menschen aller Altersgruppen, Berufe und Erfahrungen als Teilnehmer*innen ein. Außerdem gibt es monatliche öffentliche Abendveranstaltungen, die dem Publikum einen Einblick in das jeweilige Thema geben sollen.

Die School of Disobedience wird gefördert durch die Nemetschek Stiftung.

21.01.19, 19:00
School of Disobedience. Diskurs in englischer Sprache.

Einlass 18:00, Beginn 19:00
Tickets: 5 / erm. 3 €
19:00 Grüner Salon, Volksbühne Berlin

weitere Termine: School of Disobedience:

School of Disobedience: Kryptoökonomie #1/1
06.02.19, 12:00
Grüner Salon
> Eintritt frei
School of Disobedience: Kryptoökonomie #1/2
13.02.19, 12:00
Grüner Salon
> Eintritt frei


Weitere Artikel, nach dem Datum ihres Erscheinens geordnet, zum Thema Termine:
17.10.2019: Bonn: 100 Jahre ILO
17.10.2019: Berlin: Germania nach Heiner Müller in der Volksbühne
17.10.2019: Erfurt: "Schwarze Augen – Eine Nacht im Russenpuff"

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