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Bundeskabinett schlägt Ferda Ataman vor als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Foto: H.S.

21.06.2022 - von Bundesfamilienministerium

21.6.2022: „Bisschen dämlich, drei Tage vorher 10.000 Tweets zu löschen“
Neue Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, soll die Publizistin und Politologin Ferda Ataman werden. Doch die Personalie ist umstritten. „Es ist ein Personalvorschlag der Grünen“, sagt der Kolumnist Jan Fleischhauer. „Ich glaube, die FDP hatte gar keine richtige Vorstellung, wer Ferda Ataman ist.“ Interview mit Jan Fleischhauer, WELT, 21.6.2022 unter: Link

21.6.2022: Wo die Regenbogenfahne am Bundesinnenministerium weht: die Deutschen und ihr verquerer Heimatbegriff
Die eigene Kultur mit ihren Traditionen und den Alltagsgewohnheiten gilt in Deutschland längst als diskriminierend, wenn nicht gar rassistisch. Heimatbindung wird nur den Eingewanderten zugesprochen.
Reinhard Mohr für Neue Zürcher Zeitung unter Link

16.6.22: Hallo, liebe Kartoffeln: Deutschlands designierte «Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung» ist in Wahrheit eine Expertin für Diskriminierung
Ferda Ataman soll künftig als Staatsbeauftragte den Kampf gegen die Benachteiligung von Minderheiten in Deutschland anführen. Die Besetzung ist problematisch. Mit ihrem Verein «Neue Deutsche Medienmacher*innen» agitiert die Aktivistin seit Jahren gegen Politiker und Journalisten, die Probleme der Migrationspolitik thematisieren.
Anna Schneider für Neue Zürcher Zeitung, 16.6.2022, Seite 1 unter: Link

16.6.2022: Ferda Ataman, eine Frau für risikofreie Rebellion
... Weil sie mal in einer „Spiegel“-Kolumne zu Biodeutschen „Kartoffeln“ gesagt hat, ist die Union empört: „Wieder wird eine linke Aktivistin in ein vom Steuerzahler alimentiertes Regierungsamt gehoben“, poltert Stefan Müller (CSU).
Deniz Yützel für WELT unter: Link

17.6.2022: Die Frau für die MIGRANTENQUOTE
Die neue Antidiskriminierungsbeauftragte der Regierung Ferda Ataman ... fiel auch mit ihrer verächtlichen Einstellung gegenüber Deutschen ohne Migrationshintergrund auf. ... Auch bezeichnete Ataman, die auch schon unter der unionsgeführten Regierung häufig zu Integrationsgipfeln eingeladen wurde, Deutsche ohne Migrationshintergrund regelmäßig als „Kartoffeln“.
Marcel Leubecher für WELT Printausgabe S.4 17.6.2022

16.6.2022. Pressemitteilung Bundesfamilienministeriums:
Das Bundeskabinett hat heute beschlossen, dem Deutschen Bundestag Frau Ferda Ataman zur Wahl als Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung vorzuschlagen. Grundlage für die Wahl durch den Bundestag sind die beschlossenen Änderungen (§ 26 Abs. 1) des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).
Bundesfamilienministerin Lisa Paus: „Ich bin davon überzeugt: Diversität ist die Stärke unserer Gesellschaft. Mit dem Vorschlag zur Wahl von Ferda Ataman zur Unabhängigen Beauftragten für Antidiskriminierung durch den Bundestag werden wir diese Stärke unserer Gesellschaft weiter ausbauen. Ferda Ataman steht für großes Engagement für eine inklusive, demokratische Gesellschaft. Ich bin mir sicher, als neue Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird sie all denjenigen eine starke Stimme verleihen, die in Deutschland Diskriminierung erfahren. Wir werden nicht hinnehmen, dass Diskriminierungen für viele Menschen zur bitteren Realität gehören - ob aus rassistischen Gründen oder wegen des Geschlechts, der sexuellen Identität, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder wegen einer Behinderung.“

Über Ferda Ataman
Ferda Ataman ist Politologin, Publizistin und Expertin für Diversität. Sie war im öffentlichen Dienst tätig, unter anderem im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Nordrhein-Westfalen und als Referatsleiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). Anschließend baute sie den Mediendienst Integration auf, eine wissenschaftliche Informationsplattform für Journalisten, und arbeitete als Buchautorin, Journalistin und Kolumnistin, unter anderem für Spiegel, Tagesspiegel und den Rundfunk Berlin-Brandenburg. Zuletzt gründete sie ein Beratungsunternehmen für Diversität. Parallel engagierte sich Ataman ehrenamtlich in Vereinen für mehr Vielfalt in Medien und eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft und war Mitglied im Expertenbeirat der ADS. Durch ihre publizistische Tätigkeit ist sie seit vielen Jahren eine wichtige öffentliche Stimme, wenn es um gesellschaftspolitische Themen geht. 2022 war Ataman Mitglied der 17. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten. Für ihre Arbeit und ihr ehrenamtliches Engagement erhielt sie 2019 den Julie und August Bebel Preis für innovative und emanzipatorische Beiträge zur Politischen Bildung.

Hintergrund zur Antidiskriminierungsstelle des Bundes:
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) wurde entsprechend dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und in Umsetzung der EU-Gleichbehandlungsrichtlinien als unabhängige, nationale Gleichbehandlungsstelle der Bundesrepublik Deutschland beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend errichtet.
Sie berät von Diskriminierung betroffene Menschen, betreibt Öffentlichkeitsarbeit, führt wissenschaftliche Untersuchungen zu Diskriminierungen durch und gibt Empfehlungen zu deren Vermeidung.
Grundlage der Arbeit ist das AGG, das vor allem im Berufsleben und bei Geschäften des täglichen Lebens Anwendung findet, wie zum Beispiel beim Einkaufen oder bei der Wohnungssuche. Das AGG schützt vor Benachteiligungen aus rassistischen Gründen, des Alters, einer Behinderung, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung und der sexuellen Identität.
2020 sind die Beratungsanfragen an die ADS um 78 Prozent gestiegen. Von 2017 bis 2020 verzeichnete die ADS insgesamt 16.415 Beratungsanfragen, die sich auf ein durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz geschütztes Merkmal beziehen (Alter, Behinderung, Geschlecht, ethnische Herkunft, Religion/Weltanschauung, sexuelle Identität). 3.757 Anfragen betrafen andere Merkmale (sozialer Status, Gesundheit, Familienstand, Aufenthaltsstatus und andere).
Weitere Informationen unter: Link.

Leitung der ADS wird fortan nicht mehr ausgeschrieben sondern vom Bundestag gewählt
Link

Quelle: Bundesfamilienministerium, PM vom 15.6.2022, NZZ, 16.6.2022