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1. Weltkrieg: Soeben ist ein Erlaß des Kaisers ergangen

Aachen, 2014 Foto: H.S.

02.08.2014 - von H.S.

"Soeben ist ein Erlaß des Kaisers ergangen, der die allgmeine Mobilsierung des Deutschen Heeres und der Flotte anordnet". Am 1.8.1914 erklärte das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm II dem russischen Zarenreich den Krieg. Am 2. August war Mobilmachung im Deutschen Reich. Am 3.8. überfielen deutsche Truppen das neutrale Belgien. Am 4. August stimmte die SPD-Reichstagsfraktion trotz eines anderslautenden Beschlusses der Partei und der sozialistischen Internationale geschlossen (auch Karl Liebknecht*) der Bewilligung von Kriegskrediten zu.

Im Frühjahr 1918 wurde mit Russland (dem revolutionären) der Frieden von Brest-Litowsk geschlossen. Die Ukraine und riesige russische Gebiete fielen an das deutsche Kaiserreich. Wenig später begann der Interventionskrieg der USA. Mitte August besetzten U.S.-Soldaten Wladiwostok. Im Dezember besetzten Frankreichund Griechenland Odessa. Die Truppen, inclusive 70.000 japanischer Soldaten sollten die "Weissrussen" gegen die sozialistische Revolution Lenins unterstützen.

Der Erste Weltkrieg hat ca. 17 Millionen Menschen das Leben gekostet.Ungezählt die Zahl der Verkrüppelten und Verwitweten. 40 Staaaten mischten bei diesem Krieg mit. Kriegsgegner waren auf der einen Seite: Das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, das Osmanische Reich und Bulgarien. Auf der anderen Seite beteiligen sich: Belgien, Frankreich, Großbritannien und das Britische Weltreich, Italien, Japan, Rumänien, Russland, Serbien und die USA.
Anlass für den Ausbruch des Krieges war die Ermordung des in Graz geborenen Thronfolgers der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, Franz Ferdinand, in Sarajewo, Serbien. Daraufhin erklärte Österreich-Ungarn am 28. Juni 1914 Serbien den Krieg.


*
Am 2. Dezember 1914 wurde im Reichstag über neue Kriegskredite abgestimmt. Diesmal lehnt Liebknecht als einziger Abgeordneter der SPD die Bewilligung weiterer Kriegskredite ab. Seine schriftliche Begründung für die Ablehnung übergab er dem Reichstagspräsidenten Johannes Kaempf zur Aufnahme in den stenographischen Bericht über die Sitzung. Der Präsident lehnte das ab. In der Begründung seien Äußerungen enthalten, „die, wenn sie im Hause gemacht wären, Ordnungsrufe nach sich gezogen haben würden“.

Aus der Begründung Liebknechts: "Dieser Krieg, den keines der beteiligten Völker selbst gewollt hat, ist nicht für die Wohlfahrt des deutschen oder eines anderen Volkes entbrannt. Es handelt sich um einen imperialistischen Krieg, einen Krieg um die kapitalistische Beherrschung des Weltmarktes, um die politische Beherrschung wichtiger Siedlungsgebiete für das Industrie- und Bankkapital." [/b]

"Die Welt um 1914 - Der große Tanz" heißt ein wunderbarer Fotoband, den zwei Grazer anlässlich ihrer beeindruckenden Open-Air-Ausstellung zum 1. Weltkrieg herausgegeben haben. Im Fotoband ist auch das erste Papparazzi-Foto der Geschichte abgedruckt. Es zeigt Bismarck in seinem Totenbett.Link

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Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung

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