Gedanken zum internationalen Tag d. älteren Generation

Bundesrepublik Deutschland - 01.10.2009 - von Andreas Reindl

Alter international. Gedanken hierzu kommen am besten bei einem schönen Glas italienischem Rotwein. Da auch in Italien die demografische Zeitbombe
tickt, ist das fachlich genehmigt.
Wenn es um internationales Alter geht muss man nicht so weit weg. In D. kann es jeder täglich vor seiner Haustüre erleben. Zum Beispiel Luigi, 69. Er ist mein Lieblingsitaliener und macht die besten Pizzen. Neben Luigi, hat Elena (52) ihr griechisches Lokal. Außer Italienern und Griechen leben auch Schweizer, Luxemburger, Iraner, Litauer, Spanier, Engländer, Polen,
Japaner, Russen, Amerikaner, ja sogar einige Malteser hier. Insgesamt 15,4
Millionen Menschen mit Migrationshintergrund waren es 2007 in Deutschland. Rund 9% davon sind 65 Jahre und älter.
Der internationale Tag der älteren Generation kann in D. also
problemlos gefeiert werden. Ja, er muss sogar gefeiert werden. Denn ohne Zuwanderung schrumpfen wir noch schneller. Ich erinnere mich an eine abenteuerliche, aber wissenschaftlich korrekt berechnete Zahl von Professor
Herwig Birg, veröffentlicht im Jahre 2004 im Rahmen der Spiegel-Titelstory „Der letzte Deutsche“. 188 Millionen Zuwanderer bräuchten wir bis 2050, so hat
es der Bevölkerungswissenschaftler berechnet. „Die Zahl sei deshalb so groß“, erläuterte Birg, „weil jüngere Einwanderer den Altenquotienten nur kurzfristig
verringern, aber langfristig erhöhen, wenn sie selbst zur Gruppe der 60-Jährigen und Älteren gehören."

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=3291
Quelle: dspTicker, 1.10.09

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