14.06.2010
Die Pflegeausgaben in der Bundesrepublik Deutschland sind im internationalen Vergleich geringer als in einer Reihe von Staaten mit jüngerer Bevölkerung. Vor allem in Schweden und den Niederlanden besitzt die Altenpflege einen wesentlich höheren Stellenwert.
Die Studie "Die Pflegefinanzierung und die Pflegeausgaben im internationalen Vergleich" von Dr. Frank Wild ist als WIP-Diskussionspapier 2/10 erschienen. Sie wurde im Auftrag des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherungen erstellt und liegt als PDF vor. Sie gibt einen Überblick über die Absicherung des Pflegerisikos im internationalen Vergleich.
Analysiert wird die Vorgehensweise in den ausgewählten OECD-Ländern: Australien, Schweden, Norwegen, Dänemark, Großbritannien, Österreich, Frankreich, Spanien, Schweiz, Niederlande, Japan, Luxemburg und USA. In den vergangenen zwölf Jahren wurden in Frankreich, Spanien, Japan und Luxemburg gesetzliche Pflegeversicherungen etabliert.
Nach der Prognose des WIP wird sich der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung hierzulande bis zum Jahr 2060 (also in 50 Jahren) mehr als verdoppeln und damit auf etwa 4,5 % steigen müssen, nur um das heutige Pflegeniveau finanzieren zu können.
http://www.wip-pkv.de/projekt-und-diskussions papiere.html
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