Volltextsuche:

+++ Bremen: Wohlfühlanrufe - ein Erfolg

09.03.2013

Vor einem Jahr begann die Aktion „Wohlfühlanrufe“ der Patienteninitiative „Ambulante Versorgungslücken e.V.“ Damit
erhielten alleinstehende ältere Menschen die Möglichkeit, einen persönlichen, Vertrauen schaffenden Kontakt „mit der Außenweltwelt“ aufzunehmen und ihrer Isolation in den eigenen
vier Wänden entgegenzuwirken.
Ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen, sogenannte „Telefonpaten“,
bedienen das Telefon. Sie wurden für diese Aufgabe vorgebildet und vom Verein legitimiert.

Jetzt hat Elsbeth Rütten, die Vorsitzende des Vereins und Initiatorin dieses Projekts, eine erste Bilanz vorgelegt, und die fällt recht erfreulich aus. Es beteiligen sich inzwischen
60 Nutzer und Nutzerinnen, die einmal oder auch mehrfach die ehrenamtlichen Telefonkräfte angerufen und sich mit ihnen über alle möglichen Fragen und Anliegen unterhalten haben. Dabei sind im Jahr 2012 für den telefonischen Gedankenaustausch insgesamt 1.078 Stunden herausgekommen. Das heißt, durchschnittlich haben die Anrufer/-innen 17,97 Stunden mit den inzwischen 10 ehrenamtlichen „Telefonpaten“ telefoniert. Geht man von einer halbstündigen Gesprächsdauer aus, dann waren vom Team mehr als 2.000 Anrufe zu bewältigen.

Die Telefonkontakte beschränken sich
nicht auf Bremen, sondern haben bereits auch
andere Bundesländer erreicht.
Es hat 48 Kontaktnahmen
aus Bremen und 12 aus anderen Bundesländern gegeben, aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfahlen, Sachsen und Thüringen, und die telefonischen „Hausbesuche“ nehmen zu.

Dass sie sehr beliebt sind bei denen, die schon einmal versucht haben, ihre Einsamkeit mit Hilfe der Wohlfühlanrufe zu überwinden, zeigt ein Brief an Elsbeth Rütten. Eine ältere
Dame, die seit 2004 verwitwet ist, fern von ihren Verwandten wohnt und häufig unter der Vereinsamung leidet, schreibt: „ Danke schön für die Idee der Wohlfühlanrufe, die auch ich seit geraumer Zeit in Anspruch nehmen darf. Ihr Verein ist eine wirklich segensreiche Einrichtung. Schade, dass ich so weit von Bremen entfernt wohne. Aber immerhin bin ich ja durch die Anrufe mit Ihnen verbunden. Sie sind eine große Bereicherung für mein Leben. Mit großer Freude erwarte ich jeden Montag den
Anruf aus Bremen“.
Die Zahl der im Alter alleinstehenden Menschen wird noch anwachsen, und auch angesichts des politischen Willens, im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben, erscheint ein solches Angebot regelmäßiger Kontaktaufnahme zur Überwindung von Einsamkeit und gesellschaftlicher Isolation sehr sinnvoll. Die Bremer Seniorenvertretung wünscht weiter viel Erfolg und hofft, dass noch viele solcher Kontaktstellen, die sich in ihren Aufgaben deutlich von der regional und
bundesweit arbeitenden „TelefonSeelsorge“ unterscheiden, eingerichtet werden. GF
(Quelle: Bilanz AVL 2012)
Kontakt: AVL, Humboldtstraße 126, 28203 Bremen
Tel.: 0421-38 097 34 oder 0163-44 300 20
avl@gmx.tm
alt=http://www.ambulante-versorgungsluecke.de
>Link

Link: Bremen: Wohlfühltelefon
Quelle: Durchblick, 158 März 2013

Weitere aktuelle Artikel zum Thema Pflege :
29.04.2016: Pflegereform im Medienrauschen
28.04.2016: Handeln statt mißhandeln: Keine Zuschüsse mehr
23.03.2016: Taschengeld Heimbewohner/Taschengeld Asylbewerber

Alle Artikel zum Thema Pflege





Nach oben | Kontakt | Impressum | Inhaltsverzeichnis | Hilfe
©2004-2016 Büro gegen Altersdiskriminierung