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Göttingen: Stadt für ALLE + bundesweiter AntiRa-Ratschlag

14.02.2020

14./15.2. in Göttingen: Stadtlabor
14. Februar 2020, 16:30 Uhr, Stadtlabor (Schildweg 1) „Warum stark machen für eine solidarische Stadt und wie?“ - Stadtführung der Seebrücke Göttingen in Kooperation mit ABAG e.V.

14. Februar 2020, 18:00 Uhr, Paulinerkirche im Historischen Gebäude der SUB (Papendiek 14) “Migrationspolitik in der Krise: Was können Städte bewegen?“
Podiumsdiskussion mit Gesine Schwan (Humboldt-Viadrina, Berlin), Mike Schubert (OB Potsdam und bundesweiter Koordinator „Städte Sicherer Häfen“), Marion Bayer (Solidarity City Hanau) und Mehmet Tugcu (Stadtratsfraktion Bündnis 90/ Grüne Göttingen) unter der Moderation von Sabine Hess (Centre for Global Migration Studies, Uni Göttingen).
Im Anschluss Lesung und Musik, von und mit Beteiligten der Schreibwerkstatt „Patchwork Peace“ (Roma Center e.V. und boat people projekt).

15. Februar 2020, ab 10 Uhr, Historisches Gebäude der SUB (Papendiek 14) Was macht eine Stadt für alle aus? Ergebnisse aus dem Stadtlabor: Migration bewegt Göttingen
Mitwirkende am Stadtlabor ziehen eine vorläufige Bilanz des Stadtlabor-Prozesses und reflektieren die Debatten um Göttingen als Einwanderungsstadt. In verschiedenen Workshops, konzipiert von den verschiedenen Gruppen und Initiativen, kann der Austausch weiter intensiviert werden. Am Abend ist Nora Amin mit ihrer politischen Performance „Migrating the Feminine“ zu Gast.
Mehr Informationen und das vollständige Programm:
Link.

16.2. in Göttingen: bundesweiter AntiRa-Ratschlag
(Anmeldung erforderlich bei kmii-hanau@antira.info)
Aus der Einladung von We`ll Come United: „Wir sind alle bestlaunig nach unserem Treffen von We`ll Come United Mitte Januar in Darmstadt mit über 100 Leuten und melden uns mit ersten Plänen zur Vorbereitung unseres Ratschlag- und Strategietreffens im Februar in Göttingen und ganz allgemein im Jahr 2020 zurück. Ein Jahr, so viel sei schon mal vorweg genommen, das für uns im Zeichen der Suche nach neuen, direkteren und wirksamen Aktionen stehen soll. Fünf Jahre nach dem Sommer der Migration würden wir gerne mit Euch zusammen wieder ein paar Steine aus der Mauer reißen und die (post)migrantischen, antirassistischen Kämpfe ein wenig offensiver angehen.(…)

Für Anfang September 2020, fünf Jahre nach dem March of Hope und dem Durchbruch auf der Balkanroute, wollen wir am besten europaweit zu koordinierten Aktionen aufrufen und uns, nicht zuletzt über alle unsere Kontakte vom Summer Camp im Juli 2019, um einen transnationalen Aufruf und Koordinierung bemühen.(…)
Für das Jahresende möchten wir eine große Winterkonferenz der antirassistischen Bewegung vorschlagen, die auch der Vorbereitung auf eine gemeinsame Kampagne für das Bundestagswahljahr 2021 dienen könnte.
Für das Treffen sind folgende drei parallele Kleingruppen vorschlagen:
AG 1 Stop Deportation und gleiche Rechte für Alle

Von der Erstellung von vielsprachigen Materialien zum praktischen Widerstand gegen Abschiebungen (von Last-minute-Protesten im Flugzeug über Kirchen- und BürgerInnenAsyl bis zu transnationalen Weiterfluchten), von neuer Bleiberechtskampagne von Jugendliche ohne Grenzen und Flüchtlingsräten (auch mit Bezug auf die Innenministerkonferenz im Juni in Erfurt) bis zur Frage einer Großaktion im September an einem oder mehreren Flughäfen: wir wollen den ganzen Fächer praktischer Handlungsmöglichkeiten kurz aufmachen, um Koordination und Kooperation zu verstärken, aber auch um die Bedeutung einer Grossmobilisierung einzuschätzen.
AG 2 Stop Racism und MigrAntifa

#migrantifa sind die migrantischen Kämpfe um soziale Rechte und gegen Rassismus und Faschismus, gegen die Nazis in den Behörden und Institutionen, bei der Polizei und auf der Straße. #migrantifa sind wir, sind unsere antifaschistischen Freund*innen, seid ihr.
Nur drei der #migrantifa-Themenschwerpunkte, die uns wichtig sind:

1. rassistische Polizeigewalt
2. institutioneller Rassismus, Rassismus der Behörden und ihrer einzelnen Mitarbeiter
3. Umgang mit direkter rassistischer Gewalt - von subtilen Alltagssituationen bis hin zu extremen verbalen und körperlichen Angriffen
Jenseits des individuellen Umgangs (Rechtsberatung, Empowerment, Theater) wollen wir gemeinsame Widerstandspraxen entwickeln, sichtbar und laut! Zum Beispiel eine Kampagne, die den Rassismus der Polizei und Behörden sichtbar macht; Dokumentation und öffentliche Darstellung der Vorfälle, damit die Nazis und Rassisten sich sicher sein können, dass jede rassistische Tat, die sie begehen, ob beim Amt oder auf der Straße dokumentiert, veröffentlicht und nicht ohne Konsequenzen bleiben wird. Und natürlich werden wir auch weiter in den Straßen präsent sein und gegen Nazis mobilisieren. #migrantifa bleibt Handarbeit!
AG 3 From The Sea to the Cities - Korridore der Solidarität

Wenn es wie vorgesehen klappt, könnten im Sommer 2020 wieder neun oder gar zehn Rettungsschiffe in der SAR-Zone des zentralen Mittelmeeres aktiv sein. Eine beeindruckende Rettungskette auf See hat sich gegen alle Repressionen behauptet. Maßgeblich auf Initiative der Seebrücken ist es gelungen, neue Bündnisse für kommunale Flüchtlingsaufnahme mit BürgermeisterInnen und Stadtverwaltungen aufzubauen. Allerdings bislang nur mit minimaler Umsetzung konkreter Neuaufnahmen. Für Juni ist eine Internationale Konferenz in Italien in Planung, und Diskussionen zu konkreten Korridoren der Solidarität - aus Libyen oder auch von den ägäischen Inseln nach Süd- und weiter nach Nordwesteuropa - sind erneut in Gang gekommen. Wir wollen die Zwischenstände der transnationalen Kooperationen vorstellen und hoffen auf weitere Verstärkung. (…)
Yallah, yallah - We`ll Come United“


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