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Keyenberg + Alt-Immerath: Protestspaziergang - Alle Dörfer bleiben

30.08.2020

Am Sonntag, den 30. August organisieren die Dorfbewohner*innen ihren bislang größten Protest-Spaziergang: Mit Tausenden Menschen aus ganz Deutschland wollen sie sich vor die bedrohten Dörfer und gegen die Kohle stellen – die Schüler*innen von Fridays for Future sind auch mit dabei. Gemeinsam fordern sie: Stoppt den Kohle-Wahnsinn – schützt das Klima und rettet die Dörfer. Damit der Protest im Rheinland groß und eindrucksvoll wird, brauchen Britta Kox und die anderen Bewohner*innen Ihre Unterstützung.

Ort: Keyenberg und Alt-Immerath
Zeit: Sonntag, 30. August 2020, 12 Uhr (in Keyenberg) und 13 Uhr (in Alt-Immerath)
Startpunkte für die Demos:
12 Uhr Keyenberg am Wendehammer (Fußweg 3,5 km nach Lützerath)
13 Uhr Immerath an der Kreuzung L277/L19 (Fußweg 1 km nach Lützerath)
14 Uhr gemeinsames Menschenbild in Lützerath
14:30 Uhr Kundgebung in Lützerath
Informationen zur An- und Abreise externer Link
FAQ 2020 bei Ende Gelände externer Link
#AlleDoerferBleiben

Aufruf von ver.di-Linke NRW:
Mit ver.di und Fridays for Future zur Demo 30.8.2020: Alle Dörfer bleiben
“Im September 2019 hat sich der ver.di Bundeskongress für den Erhalt des Hambacher Waldes und der Dörfer in den Braunkohlgebieten ausgesprochen und sich damit einer breiten Bewegung angeschlossen, die für das gleiche Ziel streitet. Aber im Rheinischen Revier schreitet der Abbau immer weiter voran. Trotz massiver Proteste hat RWE in den letzten Wochen unter dem Schutz massiver Polizeipräsenz begonnen, die wichtigste Verbindungsstraße, die Landstraße 277, zu zerstören. Die Braunkohlebagger rücken den bedrohten Dörfern immer näher – ungeachtet der laufenden Klagen gegen den in jeder Hinsicht unnötigen Abbau und gegen den erklärten Willen der Menschen, die ihre Häuser und Höfe nicht an RWE verkaufen wollen. Die Landesregierung hingegen unterstützt RWE in ihrem Streben, die unnötige Kohle aus der Erde zu holen und die Dörfer zu vernichten. Dabei wissen alle: Die Braunkohle wird nicht mehr gebraucht – in Deutschland ist mehr Energie vorhanden ist als gebraucht wird. Für uns wird es Zeit, die Menschen in den Dörfern zu unterstützen. Wenn sie erhalten bleiben, wäre das ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe. Nicht nur für den Ausbau des ÖPNV sollte ver.di mit Fridays for Future an einem Strang ziehen, sondern auch im Kampf gegen die Kohleverstromung. Alternativen, auch für den Erhalt von Arbeitsplätzen in den Revieren, stehen ausreichend zur Verfügung. Deswegen ruft die ver.di-Linke NRW dazu auf, sich an der Demonstration am 30. August in Keyenberberg zu beteiligen. Wir treffen uns am 30.8. 2020 zum Beispiel um 10 Uhr an der Information im Düsseldorfer Hauptbahnhof, Abfahrt 10:22 Uhr. Treffpunkt in Köln ist um 10:15 Uhr an der Information im Hauptbahnhof, weitere Zusteigmöglichkeit in Köln-Ehrenfeld. Mit kollegialen Grüßen, Der Koordinierungskreis der ver.di-Linke NRW” Aufruf vom 12.8.2020, siehe ver.di-Linke NRW im LabourNet

Alle Dörfer bleiben! – jetzt erst recht! 30.8.: Demonstration für Klimagerechtigkeit in den bedrohten Dörfern am Tagebau Garzweiler II
Zur Demo rufen auf: Alle Dörfer Bleiben, BUND NRW, Campact, Ende Gelände, Extinction Rebellion Deutschland, Fridays For Future-Ortsgruppen im Rheinland, Greenpeace, Interventionistische Linke, Naturfreunde Deutschland
“Die Bundesregierung hat ein „Kohleausstiegsgesetz“ beschlossen, das den Namen nicht verdient. Bis 2038 soll noch weiter Kohle verfeuert werden, obwohl damit die Pariser Klimaziele unerreichbar werden – und dafür kassieren die Kohlekonzerne noch Milliarden an Steuergeldern. Im Rheinland zeigt sich die bittere Realität dieser Politik: Menschen, Häuser, Kirchen, Wälder und fruchtbares Ackerland sollen dem Braunkohle-Tagebau Garzweiler II weichen. Dabei ist klar: die Kohle unter den Dörfern wird nicht benötigt, denn die Energieerzeugung ist auch erneuerbar möglich. Und ein schneller Kohleausstieg ist unbedingt notwendig, um die 1,5°-Grenze noch einzuhalten. Einzig für die Profite von RWE sollen die Menschen zwangsumgesiedelt und unser Klima zerstört werden. Kommt am 30. August in die Dörfer am Tagebau Garzweiler II! Wir stellen uns der Ungerechtigkeit in den Weg. Die Rettung des Hambacher Waldes hat gezeigt, dass wir als geeinte, vielfältige Bewegung stärker sind als die Konzernmächte. Packt die Maske ein, haltet Abstand – mit einer Coronaschutz-kompatiblen Demonstration werden wir zeigen: Die Kohle muss im Boden bleiben, um das Klima zu schützen und damit alle Dörfer bleiben – weltweit!”
Aufruf bei Alle Dörfer bleiben! unter: Link