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Bundestag hält Frage der Entschädigung an Griechenland für erledigt + lehnt Anerkennung der Forderungen rigoros ab

Foto: H.S.

Griechenland - 10.06.2022 - von Gewerkschaftsforum

80 Jahre lang wurden die Reparations- und Rückzahlungen ausgesessen: Vor 80 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht Griechenland und besetzte das Land. Was folgte waren Massaker, Rachefeldzüge gegen die Bevölkerung und Zerstörung ihrer Dörfer. Das Land wurde in den 3 ½ Jahren so geknebelt, dass bis zu 450.000 Menschen landesweit elendig verhungerten. Hunderttausende griechischer Juden wurden deportiert und ermordet.
Am 10. Juni 1944 ermordeten deutsche SS-Soldaten mehr als 200 Einwohner der boötischen Kleinstadt Distomo. Das Massaker jährt sich nun zum 78. Mal.

Die griechische Zentralbank musste 1942 eine Zwangsanleihe von sage und schreibe 476 Millionen Reichsmark zur Finanzierung der Besatzung an Nazi-Deutschland ausgeben. Bis heute sieht die Bundesregierung „für die Rückzahlung keine Grundlage“. Schon 1989, als die internationale Stundung der deutschen Schulden beendet war, hatte Deutschland ohne jegliche Kommunikation mit den Gläubigerstaaten seine Rückzahlungsverpflichtung nicht übernommen.

Nach 8 Jahrzehnten des Überfalls auf Griechenland hat der deutsche Bundestag am 25. März 2021 die Frage der Entschädigung für erledigt erklärt und die Anerkennung der Forderungen Griechenlands kategorisch abgelehnt.

Im Frühjahr 1941 marschierte die deutsche Wehrmacht in Griechenland ein, um das Land binnen weniger Wochen zu besetzten. Sie führte bis 1944 ein brutales Besatzungsregime durch, unter dem hundert Tausende Menschen starben. Schon zu Anfang wurden Kommandos zur „Beuteerfassung“ in Griechenland gebildet. Mit vorbereiteten Listen beschlagnahmten sie alles, was für die deutsche Wirtschaft und Truppenversorgung wichtig war. Das Land wurde systematisch von den Nazis und deutschen Konzernen ausgeplündert, ihm wurden immense Besatzungskosten, inklusive teure Zwangsanleihen, auferlegt. Für die Bevölkerung entwickelte sich die Besatzung schnell zu einer riesigen Katastrophe. ...

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Quelle: Gewerkschaftsforum