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Großbritannien: Streikwelle rollt

Foto: H.S.

Großbritannien - 02.02.2023 - von diverse

Arbeitskämpfe in Großbritannien:


Montag 9.Februar
NHS-Physiotherapeuten setzen ihren Arbeitskampf fort.

6.2.2023: Britischer Gesundheitsdienst NHS steht vor größtem Streik seiner Geschichte
Die drei Gewerkschaften Unite, GMB und RCN kündigten am 20.1.23 Freitag an, Tausende Krankenschwestern und Rettungssanitäter würden am 6. Februar die Arbeit niederlegen, um ihren Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Bei Unite sind rund 3.000 Rettungssanitäter organisiert, bei GMB mehr als 10.000. Neben dem gemeinsamen Streiktag sind weitere Protesttage vorgesehen.
(AFP/jW)

Donnerstag 2.Februar
Der nationale EIS-Streik, der seit 16 aufeinanderfolgenden Tagen andauert, geht in seinen letzten Tag.

1.+ 3.2. 2023: Lokführer
ASLEF und RMT rufen alle Lokführer:innen in den Streik am 1. und 3. Februar „Die ASLEF hat den Vorschlag der RDG abgelehnt, da er nicht akzeptabel ist. Die Mitglieder von 15 Bahnunternehmen werden am 1. und 3. Februar weitere Streiks durchführen. „Unseren Mitgliedern und der Öffentlichkeit ist inzwischen klar, dass es hier nie um eine Reform oder Modernisierung ging, sondern um den Versuch, hunderte Millionen Pfund an Produktivität für eine 20%ige Lohnkürzung zu erhalten und der Gewerkschaft jede Hoffnung auf Mitsprache in der Zukunft zu nehmen. Es ist an der Zeit, dass sich die Unternehmen – vielleicht ermutigt durch die Regierung – mit uns an einen Tisch setzen und ernst machen. Das ist der Weg – und der einzige Weg – um diesen Streit zu beenden.“ Thread von ASLEF vom 17. Januar 2023

2.2.2023: 300.000 LehrerInnen in Großbritannien streikten
Labournet.de unter: Link

Mittwoch 1.Februar 2023: Mehr als 500.000 haben gestreikt
Die Mobilisierung der sieben britischen Gewerkschaften, die Sturheit der Unternehmer und die Wut der Beschäftigten führte zur größten Streikbeteiligung seit mehr als 10 Jahren. Mehr als 100.000 Beamte haben in 124 Ministerien die Arbeit niedergelegt, dazu 150 000 Lehrer. Mehr als 500 000 sollen sich insgesamt beteiligt haben. Aufgerufen waren 1,7 Millionen. Aber es sind ja noch weitere Streiktage geplant!

1.2.2023: Ein Land im Streik, mit halber Million in fast allen Branchen größter Streiktag seit Jahrzehnten
Labournet.de unter: Link

1.2.2023: Anti-Streik-Gesetz: ein Schritt in Richtung Zwangsarbeit in UK?
Labournet.de unter: Link

1.2.2023: Lehrkräfte aus England und Wales/b]
„NEU-Abstimmungsergebnis: Rund eine Viertelmillion Mitglieder der Nationalen Bildungsgewerkschaft werden am Mittwoch, dem 1. Februar, in ganz England und Wales einen ersten Tag lang #STREIKEN, weitere Streiks werden folgen. @NEUnion Der Streik, zu dem die NEU im Streit um Gehälter und Finanzierung aufgerufen hat, wird der laufenden Streikwelle für reale Gehaltserhöhungen neuen Schwung verleihen. Bei der NEU-Abstimmung in Wales erreichten sowohl die Lehrkräfte als auch das Hilfspersonal die erforderliche Wahlbeteiligung von über 50%. Die höchste Wahlbeteiligung gab es bei den Lehrkräften in England, aber trotz aller Hindernisse, die es zu überwinden galt, haben über 120.000 (53%) ihre Stimme abgegeben, mit einem gewaltigen JA von 90,4%! Das war eine beachtliche Leistung, vor allem für eine Gewerkschaft, deren Mitglieder in 20.000 verschiedenen Schulen und Colleges vertreten sind. Eine wichtige Rolle spielten dabei die einzelnen Betriebsvertreter:innen, die von ihren lokalen Zweig- und Bezirksleiter:innen unterstützt wurden und die Mitglieder zur Stimmabgabe aufforderten. Da sich so viele NEU-Mitglieder an den Aktionen beteiligen, werden viele Schulen wegen des Streiks für die meisten oder alle Klassen geschlossen sein. Dort, wo die NEU erfolgreich war, könnte die Zahl der Streiks in Zukunft weiter steigen, wenn die Sektionen, die dieses Mal die 50 %-Marke nicht erreicht haben, erneut abstimmen.“ Thread von Martin Powell-Davies vom 16. Januar 2023 Link (engl.)

[b]1.2. 2023: Hochschulbeschäftigte

Auch die 70.000 Hochschulbeschäftigten an 150 Unis treten am 1. Februar in den Streik „Die UCU befindet sich im Streit mit 150 Universitäten über Gehälter, Renten und Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft erklärte, dass die Uhr tickt und die Universitätsleitungen den Beschäftigten ein ernsthaftes Angebot machen müssen, damit es nicht zu Störungen kommt. Weitere 17 Streiktage sind für Februar und März geplant. Die genauen Termine will die Gewerkschaft nächste Woche bekannt geben. Die Aktion am Mittwoch, dem 1. Februar, fällt mit dem TUC-Tag „Schutz des Streikrechts“ zusammen. Fünf Gewerkschaften – UCU, NEU, ASLEF, PCS und RMT – haben bereits bestätigt, dass sie sich an dem Aktionstag gegen die Pläne der konservativen Regierung beteiligen werden, strenge Anti-Streik-Maßnahmen im Parlament einzuführen. Das Universitätspersonal hat in diesem akademischen Jahr bereits drei Tage lang gestreikt, nachdem die Universitätsleitung in diesem Jahr eine Gehaltserhöhung von nur 3 % durchgesetzt hatte, nachdem die Gehälter über ein Jahrzehnt lang unter der Inflationsrate lagen. Die UCU fordert eine deutliche Gehaltserhöhung, um der Lebenshaltungskostenkrise zu begegnen, sowie Maßnahmen zur Beendigung unsicherer Verträge. Bei einem gestrigen Treffen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften weigerte sich die Universities and Colleges Employers Association (UCEA), von ihrem in der vergangenen Woche vorgelegten aktualisierten Angebot von 4-5% abzuweichen. Die UCU sagte, das Angebot sei „nicht genug“. Im Rentenstreit fordert die UCU, dass die Arbeitgeber die Kürzungen zurücknehmen und die Leistungen wiederherstellen. Die im letzten Jahr vorgenommenen Kürzungen bedeuten für ein durchschnittliches Mitglied einen Verlust von 35 % seines garantierten zukünftigen Renteneinkommens. Für diejenigen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, gehen die Verluste in die Hunderttausende von Pfund…“
Pressemitteilung der UCU vom 17. Januar 2023 unter Link university staff to strike on 1 February“) Gezielte oder unbefristete Aktionen?
siehe dazu auch: Uni-Streikbewegung im Richtungs- und Demokratiestreit zwischen Gewerkschaftsführung und Basis - 18 Tage Streik zwischen Februar und März geplant
unter: Link

31.1.2023: 1,7 Millionen Lohnabhängige sind laut Deutschlandfunk in Großbritannien zum Streik aufgerufen!

31.1.2023: Aktionstag vom britischen Gewerkschaftsdachverband TUC gibt Startschuss für landesweite Ausstände
An diesem Mittwoch werden über eine halbe Million Arbeiter im größten koordinierten Streik seit über einem Jahrzehnt in Großbritannien die Arbeit niederlegen. Die Arbeitskämpfe fallen mit dem Aktionstag des Gewerkschaftsdachverbands Trades Union Congress (TUC) gegen das Antistreikgesetz der konservativen Regierung zusammen. Es ist der Auftakt zu einer noch größeren Welle von Arbeitsniederlegungen im Laufe des Februars. Zu den Streikenden zählen Lehrer, Lokführer, Busfahrer, Beamte und Universitätsangestellte, die für bessere Löhne und Arbeitsplatzsicherheit kämpfen. Zuletzt gab es 2011 eine vergleichbare Mobilisierung, als die Gewerkschaften des öffentlichen Sektors einen nationalen Aktionstag gegen eine Rentenreform abhielten. Auf der TUC-Homepage schrieb der Gewerkschaftsfunktionär Joe Wheatley am Montag abend, die landesweiten Proteste werden organisiert, um »unseren erbitterten Widerstand gegen den Angriff der Regierung auf das Recht aller Arbeiter, für faire und angemessene Lohnerhöhungen zu streiken und zu demonstrieren«, kundzutun. ...
Dieter Reinisch für Junge Welt unter: Link

31.1.2023:Elderly people waited nearly twice as long in A&E in England as in 2021
Exclusive: rise in typical delays from nine hours to 16 hours to get care or a bed puts over 80s at greater risk of dying, say doctors
two older female patients either side of a hospital bed
The Guardian unter: Link

31.1.2023: Up to half a million workers will go on strike on Wednesday with thousands of schools shut, rail lines closed down and significant border disruption, as unions said negotiations on ending strikes were “going backwards”.
Ministers have been accused of “hoodwinking the public” and freezing any moves towards a settlement with NHS workers and rail unions. Government sources privately conceded that optimism at the beginning of the month about bringing an end to industrial action had faded.
The Guardian unter: Link

#RightToStrike: Tories peitschen ihr Anti-Streik-Gesetz mit 315:246 Stimmern durch das Parlament - trotz massiver Proteste vor dem Streik am 1. Februar
Labournet.de unter: Link

Donnerstag 26.Januar
Die bei Abellio im Süden und Westen Londons beschäftigten Busfahrer setzen ihren Streik fort. Mehr als 4.200 NHS-Physiotherapeuten, die in 30 NHS-Trusts in England beschäftigt sind, werden streiken.

Donnerstag 25.Januar
Die bei Abellio im Süden und Westen Londons beschäftigten Busfahrer setzen ihren Streik fort. Mitglieder der Gewerkschaft GMB, die in einem Lagerhaus von Amazon in Coventry arbeiten, werden im Rahmen eines Lohnkonflikts in den Arbeitskampf treten. Erster Amazon-Streik in Großbritannien wegen der Wut auf das 50-Pence-Lohnangebot seitens des Managements siehe Labournet.de unter: Link siehe auch: Link

23.1.2023: Neues Dossier von Labournet zu den Themen: Internationale Solidarität: Streikrecht in Großbritannien verteidigen! Aber nicht nur dort! Angriffe auf das Streikrecht finden weltweit statt + Soliderklärungen von Gewerkschafter:innen
siehe Labournet unter: Link

Monday 23.Januar 2023: Unison-Mitglieder, die für fünf Rettungsdienste in England arbeiten, werden erneut die Arbeit niederlegen
Mehr als 2.600 Beschäftigte des Rettungsdienstes, die Mitglied der Gewerkschaft Unite sind, werden im Nordwesten und Nordosten Englands, in den West Midlands, den East Midlands und Wales in den Arbeitskampf treten.

Mittwoch 18.Januar 2023: Krankenschwestern und -pfleger, die vom Royal College of Nursing (RCN) vertreten werden, beginnen in England mit Streikmaßnahmen
Tausende Beschäftigte der Umwelt-Agentur Environment Agency (EA) werden zum ersten Mal in der Geschichte der Organisation streiken.
Thursday 19.Januar
Krankenschwestern und -pfleger streiken den zweiten Tag. Mehr als 1.000 Beschäftigte des walisischen Rettungsdienstes werden streiken. Die bei Abellio beschäftigten Busfahrer im Süden und Westen Londons setzen ihren Streik fort. Das Personal der RPA setzt seinen Streik fort.

17.1.2023: Großbritannien: Regierung plant Einschränkung von Streikrecht, nachdem zuletzt Angestellte der Post Arbeit niedergelegt hatten. Ein Gespräch mit Luke Elgar
Luke Elgar ist Leitungsmitglied der Post- und Telekommunikationsgewerkschaft CWU und arbeitete zuvor als Postangestellter ...
Was führte zu den Streiks im Dezember?
Nachdem die Lohnverhandlungen im April gescheitert waren, eskalierte die Situation. Die Unternehmensführung stellte die Zahlung von Krankengeld ebenso in Frage wie das Ende der täglichen Arbeitszeit. Soll heißen: Postler hätten arbeiten müssen, bis alles zugestellt ist, egal wie lange das dauert. Und es gab noch weitere Maßnahmen, die auf dem Tisch lagen. Das alles stellte den größten Angriff auf unsere Gewerkschaft in ihrer Geschichte dar. Aber wir sind eine der stärksten im Land und habe eine große Mitgliederzahl.
Wie sind die Streiks über Weihnachten verlaufen?
Es haben mehr Angestellte an den Kampfmaßnahmen teilgenommen, als wir Mitglieder haben. Rund 99 Prozent der Beschäftigten haben an den 18 Streiktagen mitgemacht. ...
Weiterlesen bei Junge Welt, Interview von Dieter Reinisch unter: Link

Montag 16.Januar
Die bei Abellio beschäftigten Busfahrer im Süden und Westen Londons setzen ihren Streik fort. EIS führt bis zum 6. Februar einen landesweiten Streik an 16 aufeinanderfolgenden Tagen durch, bei dem die Mitglieder zweier lokaler Behörden jeden Tag streiken werden. (EIS, ist die älteste Lehrergewerkschaft der Welt. Gegründet 1847, siehe Engels, Lage der arbeitenden Klassen in England, siehe auch: Labournet.de unter: Link

13.1.2023: Umweltamt, Post, Pflege, Bus, Verkehr ...
Hunderttausende Arbeiter:innen in Großbritannien legen auch im Januar 2023 die Arbeit nieder
Labournet.de unter: Link

12.1.2023: Die Minister können die erschreckende Realität der NHS-Krise nicht ignorieren
Der Geist, der die Politik und die Maßnahmen während des Covid-Notfalls angetrieben hat, muss wieder hervorgeholt werden - schließlich sind die Zahlen der übermäßigen Todesfälle jetzt noch höher als zu Zeiten der Pandemie. Es ist höchste Zeit für die Regierung zu handeln. In jeder Krise kommt irgendwann der Punkt, an dem die eher esoterischen Vorteile eines entschlossenen Vorgehens bei weitem die menschlichen Kosten des Festhaltens an einer Politik überwiegen, die ihren Nutzen weit hinter sich gelassen hat. ...
Leitartikel von The Independent unter: Link

11.1.2023: Rettungsdienste streiken am 11.1. weiter
/ Nächster Pflegestreik im NHS am 18./19.1 / Regierung fordert mehr „Produktivität“ - wird sie an der Zahl der Toten gemessen oder an den Lebensmittelbanken für NHS-Pflegekräfte?
Labournet.de unter: Link

11.1.2023: Wo ist Rishi Sunak versichert?
The Guardian hatte Premierminister Rishi Sunak gefragt, ob der Premierminister und seine Familie den National Health Service in Anspruch nehmen. "Beamten hatten sich zuvor geweigert zu sagen, ob Sunak oder seine Familie den NHS in Anspruch nehmen, nachdem der Guardian enthüllt hatte, dass er in einer Privatklinik im Westen Londons registriert ist, die 250 Pfund für eine Konsultation verlangt."
Im Unterhaus sagte Sunak auf eine Frage der Labour-Abgeordneten Cat Smith zur NHS-Zahnmedizin. "Ich bin bei einem NHS-Hausarzt registriert. Ich habe in der Vergangenheit unabhängige Gesundheitsdienste in Anspruch genommen". Sunak sagte aber nicht, wann er sich beim NHS-Hausarzt angemeldet hat oder ob seine Familie eine private Gesundheitsversorgung in Anspruch nimmt. Sein Austausch mit dem Labour-Führer Keir Starmer "konzentrierte sich ausschließlich auf Gesundheitsfragen, wobei der Labour-Führer Sunak wegen des Ausmaßes der Wartelisten tadelte, während der Premierminister im Wesentlichen über den am Dienstag angekündigten Gesetzentwurf der Regierung zur Begrenzung von Streiks im öffentlichen Dienst sprach.
Peter Walker für The Guardian unter: Link

6.1.2023: Der britische Premier sagt Gewerkschaften den Kampf an
Es ist gerade mal ein paar Tage her, da erklärte Rishi Sunak, seine Tür stehe den Gewerkschaften immer offen. Er sei bereit, über deren Lohnforderungen zu sprechen, sagte der britische Premier in seiner Neujahrsrede am Mittwoch. Besonders lang dauerte die Politik der offenen Tür nicht. Nur einen Tag später ließ Sunak ein neues Gesetz ankündigen, mit der die Regierung das Streikrecht deutlich einschränken will.
Süddeutsche Zeitung unter: Link

6.1.2023: Das Fass läuft über
Tory Regierung will Mindestbesetzung während Streiks erzwingen und Gewerkschaften satte Strafen aufbürden – TUC und Co. laufen Sturm.
Labournet unter: Link

4.1.2023: Neue Streikwelle bei der Bahn
Am 3., 4., 6., und 7. Januar 2023 wird gestreikt – eigenständige Streikkomitees nötig, um hohe Abschlüsse und Barrierefreiheit zugleich zu sichern
Labournet.de unter: Link

3.1.2023: Seit dem 3. Januar 2023 ist die Katze aus dem Sack
Die Regierung will Gewerkschaften zwingen, bei Streiks eine Mindestbesetzung in Schulen, Krankenhäusern und bei der Bahn einzuhalten – bei Nichteinhaltung sollen Unternehmen die Gewerkschaften verklagen können. Und die Streikabstimmungen sollen sich auf alle Wahlberechtigten und nicht mehr auf abgegebene Stimmen beziehen. Der britische Gewerkschaftsdachverband TUC hat bereits gegen die Leiharbeit Klage eingereicht und wird auch gegen die anderen Vorhaben vorgehen. Daneben spitzt sich die Wut und Streikbereitschaft unter den Kolleg:innen zu: „Jetzt erst recht!“
Labournet.de

3.1.2023: Vier von fünf Zügen sind heute nicht gefahren
Wie The Independent berichtet, hat Gewerkschaftsführer Mick Lynch bei einer Streikpostenkette vor dem Londoner Bahnhof Euston gegenüber der Nachrichtenagentur PA gesagt: "Wir würden gerne in eine Situation kommen, in der wir ständig mit den Unternehmen verhandeln und in der wir keine Streiks durchführen müssen, und dann eine Einigung ausarbeiten, über die unsere Mitglieder abstimmen und die sie akzeptieren können. Wir haben ein Mandat, das bis Mai dieses Jahres läuft, und wenn wir weitergehen müssen, dann werden wir das tun müssen. Das wollen wir aber nicht." Erstmal soll der Streik bis Sonntag dieser Woche dauern.

2.1.2023:
2022 feierten die Gewerkschaften in Großbritannien ihr Come Back mit historischer Streikwelle – Unterstützung ungebrochen – neue Streikdaten für Januar 2023
Link


2022
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22.12.2022: Bis in die Abendstunden streikten am Mittwoch rund 25.000 britische Rettungskräfte für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Sie wurden nicht nur von der Regierung verunglimpft, die Hunderte Soldaten als Streikbrecher einsetzte, sondern auch von der oppositionellen Labour-Partei, zeigten sich aber entschlossen, die Streiks im kommenden Jahr fortzusetzen, bis ihre Forderungen erfüllt seien. Über die Weihnachtstage sind im Königreich Streiks bei der Bahn, der Post und beim Grenzschutz angekündigt. (jW)

23.11.2022: Weitere NHS-Streiks wegen "erbärmlicher" Gehaltserhöhung geplant, Regierung bleibt hartnäckig
... Die Ambulanzdienste in England werden am 11. und 23. Januar von zwei Streiktagen durch Mitglieder der Gewerkschaft Unison betroffen sein, und die Gewerkschaft hat beschlossen, dass diese Arbeitsniederlegungen länger dauern und mehr Personal betreffen werden als der Streik in dieser Woche, als Teil einer bewussten Eskalation ihrer Arbeitskampfmaßnahmen.
Die Verschärfung ihrer Kampagne "ist eine direkte Folge der wiederholten Weigerung der Regierung, in diesem Jahr über Verbesserungen bei der NHS-Besoldung zu verhandeln", so die Gewerkschaft. ...
The Guardian unter: Link

Weihnachtsstreiks bei der Bahn: 40.000 Kolleg:innen von 14 Unternehmen streiken mehrere Tage in der Weihnachtswoche und Anfang Januar 2023
Labournet.de unter: Link

19.12.2022: Premierminister kritisiert Ex-Verteidiger von Manchester United
Während eines Besuchs in Lettland anlässlich eines Treffens von Führungskräften aus den Ländern der Joint Expeditionary Force sagte der britische Premierminister Rishi Sunak, zu den Reportern: "Ich finde das überhaupt nicht richtig." Was Sunak falsch fand, waren die deutlichen Worte des früheren Verteidigers von Manchester United, Gary Neville, bei der Übertagung des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Neville hatte gesagt, dass die Regierung streikende Mitarbeiter des Nationalen Gesundheitssystems NHS und Bahnmitarbeiter "dämonisiert". Und: "Wir können nicht zulassen, dass Menschen für ihre Arbeit einen Hungerlohn erhalten". Premier Sunak kritisierte auch Nevilles Worte, dass die Menschen niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen verabscheuen sollten, egal ob es sich um Wanderarbeiter in Katar oder NHS-Mitarbeiter in Großbritannien handelt.
The Guardian unter: Link

20.12.2022: Zweiter Streiktag von 100.000 Krankenpfleger:innen in England, Wales und Nordirland streiken
Weitere Streiks für Januar 2023 geplant, sollte Regierung nicht verhandeln.
Labournet.de unter: Link

19.12.2022: Coventry made it! Erstes Amazon-Lager in Großbritannien stimmt für Vollstreik
Labournet.de unter: Link

16.12.2022: Zehntausende Pflegekräfte in den britischen Krankenhäusern haben am Donnerstag die Arbeit niedergelegt. Mit dem ersten Streik in ihrer 106jährigen Geschichte will die Gewerkschaft für Pflegeberufe RCN den Druck auf die Regierung erhöhen, um die Löhne zu erhöhen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Bis zu 100.000 Pflegerinnen und Pfleger in England, Wales und Nordirland beteiligten sich an dem zwölfstündigen Ausstand, der um 9.00 Uhr (MEZ) begann. (AFP/jW)
Die Londoner Regierung hat einer Million Mitarbeitern des Gesundheitsdiensts NHC in diesem Jahr durchschnittlich 4,5 Prozent Lohnplus angeboten, wie von der unabhängigen Bezahlungskommission empfohlen. In Schottland einigte sich die Regionalregierung mit zwei Gewerkschaften auf einen Tarifabschluss von durchschnittlich 7,5 Prozent Lohnplus. Eine dritte Gewerkschaft lehnt das Angebot ab. Am 20. Dezember plant das RNC den nächsten Großstreik in England. Am 21.12. wollen über zehntausend Rettungssanitäter und Krankenwagenfahrer die Arbeit niederlegen. FAZ, 16.12.2022

14.12.2022: Klage von 11 TUC-Gewerkschaften gegen Anti-Streik-Gesetze der Regierung stattgegeben – Ergebnis u.a. zum Einsatz von Leiharbeit für Streikbruch Ende März 2023 erwartet
„Gerichtliche Überprüfung der „arbeitnehmerfeindlichen“ Vorschriften, die „das Streikrecht bedrohen“, wird für Ende März [2023] erwartet. Der Schritt ist ein „schwerer Schlag“ gegen die Versuche der Regierung, das Streikrecht für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen zu untergraben. Der Oberste Gerichtshof hat einer Klage von elf Gewerkschaften, die vom TUC koordiniert und von Thompsons Solicitors LLP vertreten werden, zum Schutz des Streikrechts stattgegeben. Die Gewerkschaften – ASLEF, BFAWU, FDA, GMB, NEU, NUJ, POA, PCS, RMT, Unite und Usdaw – haben gegen die neuen Regelungen der Regierung geklagt, die es Leiharbeitnehmern erlauben, für streikende Arbeitnehmer einzuspringen. ...
Labournet.de unter: Link

9.12.2022: Jeremy Hunt, britischer Finanzminister, erst im Kabinett Truss und aktuell im Kabinett Sunak, kann Behauptungen nicht entkräften, dass das Finanzministerium ein Veto gegen ein Lohnangebot von 10 Prozent für die Eisenbahner eingelegt hat, das einen Bahnstreik hätte verhindern können. The Guardian, 9.12.2022 unter: Link

9.12.2022: Britischer Premierminister will Streikrecht einschränken
Der Premierminister Rishi Sunak kündigte am 7.12.2022, dass er an »neuen harten Gesetzen, arbeite, um die Menschen vor diesen Störungen zu schützen«, sagte Sunak im britischen Unterhaus. Falls sich die Gewerkschaften weiterhin »unvernünftig« verhielten und Forderungen nach Inflationsausgleich durch Lohnerhöhungen nicht aufgäben, würden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Inflation in GB liegt aktuell bei fast zwölf Prozent. ...
Dieter Reinisch für Junge Welt unter: Link

9.12.2022: Poststreik der CWU geht am 9. Dezember 22 weiter mit Großdemo in London
Solidarität mit Leiharbeiter:innen, die sich weigern, den Streik zu brechen und dafür Lohneinbußen hinnehmen!
Labuurnet.de unter:Link

7.12.2022: Ohne Angebot der Unternehmer will RMT auch über Weihnachten streiken
Die britische Gewerkschaft Rail, Maritime and Transport Union (RMT) hat am Dienstag einen Streik angekündigt, der von Heiligabend bis zum 27. Dezember dauern soll. Der Tarifstreit mit den privatisierten Zugunternehmen um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, bei dem auch die britische Regierung eine Rolle spielt, hält seit Monaten an. Für etliche Tage noch vor Weihnachten sind ebenfalls Streiks angekündigt. Der Generalsekretär der RMT, Mick Lynch, sagte der BBC: »Wir wollen nicht, dass das über Weihnachten passiert.« Man habe jedoch keine Wahl. Man hoffe noch darauf, dass die Unternehmer ein besseres Angebot vorlegten und man den Streik absagen könne. »Darauf warten wir aber schon seit dem Sommer.« (dpa/jW)

5.12.2022: Britische Regierung plant den Einsatz der Armee für Streikbruch bei Pflege, Transport, Grenzkontrolle und Feuerwehr
labournet.de unter: Link

5.12.2022: Indirekte Kriegsprofite durch Lohnverzicht - Tory-Vorsitzender behauptet, dass Pfleger:innen durch Streik Putin in die Hände spielen, sie sollen weniger fordern
Labournet.de unter: Link

RMT lehnte „Angebot“ des Arbeitgeberverbandes RDG von 4% ab, Bahn-Verhandlungen gehen am 5. Dezember 2022 weiter
Link

1.12.2022: Bis Weihnachten wird es kaum einen Tag geben, an dem sich nicht mehrere Branchen im Streik befinden
Den Auftakt machten diese Wochen die Postangestellten der Royal Mail und das wissenschaftliche Personal an den Universitäten. Das Militär soll nun sogar streikende Bedienstete im öffentlichen Dienst ersetzen. Am Mittwoch (30.11.22) war einer der bisher größten Streiktage, als Hunderttausende Beschäftigte unterschiedlicher Branchen die Arbeit niederlegten. Bis Weihnachten wird sich die Situation verschärfen, denn immer mehr Branchengewerkschaften erhalten von ihren Mitgliedern Streikmandate. Zuletzt gab die Mehrheit von 150.000 Angestellten im öffentlichen Dienst der Gewerkschaft PCS die Streikfreigabe. Zu ihnen zählen die Angestellten aller Ministerien und des Parlaments in London. Noch im Dezember wollen die Grenzbeamten streiken. Die genauen Streiktage hat PCS noch nicht bekanntgegeben. Laut einem Bericht des Guardian plant die Regierung 600 Soldaten während der Streiks einzusetzen, um die Grenzkontrollen an Flug- und Seehäfen zu gewährleisten. ...
Dieter Reinisch für Junge Welt unter: Link

- Beeindruckende britische Streikbewegung
Labournet.de unter: Link

- #UCUrising: Streiks an 150 Hochschulen in ganz Großbritannien am Donnerstag und Freitag letzter Woche, am Mittwoch gehts weiter - zwei Universitäten drohen mit Gehaltsstreichung
Labournet.de unter: Link

- Post – Crown und Royal Mail streiken demnächst parallel gegen Armutslöhne
Streik gegen die Zerstörung der Royal Mail am Donnerstag und Freitag letzter Woche, am Mittwoch gehts weiter - sogar König Charles unterstützt die „Posties“ - auch die Verstaatlichung?
Labournet.de unter: Link

- Dossier: Der Bankrott der britischen Neoliberalen: 17.000 Betten weniger und Mangel an Beatmungsgeräten im Nationalen Gesundheitsdienst (NHS)
Pflegestreik im NHS für 15. und 20. Dezember 2022 geplant, nachdem Regierung Nachverhandlung abgelehnt hat
Labournet.de unter: Link

- RMT mobilisierte einen Bahnstreik zum 70. Thron-Jubiläum der Queen gegen geplante "Bahnreform" – Regierung will Streik einschränken
RMT weitet Bahnstreiks auf vier weitere Wochen vor und nach Weihnachten aus
Labournet.de unter: Link

12.11.2022: Neue Streiks in GB
Die Lehrergewerkschaft plant Streiks. Die Hochschul-Dozentengewerkschaft UCU - mit 70.000 Mitgliedern, hat zu drei Streiktagen Ende November aufgerufen. Größter Unistreik aller Zeiten am 24.,25.und 30. November 2022: 70.000 Kolleg:innen, 150 Standorte; für Renten, Löhne und faire Arbeit Link Die bei der PCS organisierten Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes votierten mehrheitlich für Streik. Ihre Forderung: 10 Prozent mehr Lohn. Für Streik haben auch die Krankenhausmitarbeiter gestimmt. Bei der Royal College of Nursing- Gewerkschaft (RNC) sind 300.000 Mitarbeiter organisiert. Sie fordern Lohnerhöhungen bis 17 Prozent und streiken zum allerersten Mal. Im Dezember sollen 170 Einrichtungen bestreikt werden. Link Ab 24.11 2022 - Streik der Postmitarbeiter für fünf Tage u.a. am Black-Friday und Tech-Monday gegen die „Uberisierung“ von Royal Mail.

10.11.2022: Sieg für die Dockers in Liverpool! Kolleg:innen stimmen für 14,3 und 18,5 % Lohnerhöhung
Liverpooler Hafenarbeiter feiern großen Sieg, nachdem UNITE einen Lohnabschluss zwischen 14,3 und 18,5 % erreicht hat. Auf einer Massenversammlung, die heute in den Docks stattfand, stimmten rund 600 Arbeitende mit überwältigender Mehrheit für den Anfang der Woche ausgehandelten Vertrag. Die Arbeitenden werden nun ihre normale Arbeit wieder aufnehmen und damit die seit dem 19. September andauernde Streikwelle beenden.“ Thread von Taj Ali vom 10. November 2022: Link (engl.) mehr bei Labournet.de unter: Link
und Link

10.11.2022: Streik bei London Underground: RMT bot Streikpause gegen Kündigungspause an – „Transport for London“ lehnte ab
siehe Labournet unter: Link

7.1.2022: Großbritannien: Eisenbahnergewerkschaft setzt Streikaktionen kurzerhand aus – und will nun intensiv mit Bahnbossen verhandeln
Das nennt man wohl einen Rückzieher: Die britische Eisenbahnergewerkschaft RMT hat ihre Kampfmaßnahmen für beendet erklärt und wird in den nächsten Wochen erst einmal Gespräche mit der Gegenseite führen, teilte die Gewerkschaft überraschend am Freitag abend mit. Bemerkenswert: Die Absage kam nur wenige Stunden vor einem geplanten landesweiten Streik.
Dieter Reinisch für Junge Welt unter: Link

10.10.2022: Der Sonnabend war bereits der dritte nationale Streiktag der britischen Eisenbahner im Oktober
Auf nahezu allen Verbindungen fielen die Züge aus. Bereits seit fünf Monaten kämpfen die Bahnbeschäftigten für bessere Arbeitsbedingungen und Lohnerhöhungen. An diesem Montag treten die Angestellten der schottischen Bahn Scotrail in den Ausstand. Neben den Eisenbahnern beteiligten sich auch Busfahrer am Arbeitskampf, verkündete die Transportgewerkschaft RMT (National Union of Rail, Maritime and Transport Workers) am Sonntag. An diesem Montag und an drei weiteren Tagen im kommenden Monat werden die Fahrer und andere Mitarbeiter in Somerset und Cornwall die Arbeit niederlegen.
Am Sonnabend hatten 40.000 Mitarbeiter von 16 nationalen und lokalen Bahnbetreibern die Arbeit niedergelegt. Laut Gewerkschaft sei ihren Mitgliedern eine Gehaltserhöhung von fünf Prozent angeboten worden – dies wäre eine klare Lohnkürzung bei einer aktuellen Inflationsrate, die in Großbritannien im September bei über zwölf Prozent lag.
...
Dieter Reinisch für Junge Welt unter: Link

Quelle: Junge Welt, Labournet.de

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01.02.2023: Griechenland: Mitsotakis wackelt
29.01.2023: Griechenland: Die Verbrechen sind bekannt
25.01.2023: Weltsozialbericht 2023: Leaving No One Behind In An Ageing World

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