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DIGITALSIGNALE 2026

Foto: H.S.

18.01.2026 - von Hanne Schweitzer

15.1.2026: Mitmachen bei Umfrage des Bundes: Digitalzwang – deine Erfahrung zählt!

„Viele Menschen erleben im Alltag Situationen, in denen sie unfair behandelt oder benachteiligt werden. Ob am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Freizeit, bei Einkäufen oder Restaurantbesuchen, bei der Wohnungssuche oder im Jobcenter – Diskriminierung kann überall vorkommen. (…) Deshalb führt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die bislang größte Studie zu Diskriminierung durch.“
Derzeit läuft eine Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Wir denken, dass es eine gute Idee wäre, wenn hier viele Menschen von ihren Erfahrungen mit Digitalzwang berichten würden. Also die Erfahrung, ohne Internet und / oder Smartphone von der Grundversorgung und Angeboten des täglichen Lebens ausgeschlossen zu werden.
Dazu zählen etwa Terminvergaben beim Bürgeramt oder bei Arztpraxen, bei Restaurants, wo es die Speisekarte nur noch per QR-Code gibt, beim Semesterticket, das es nur noch auf dem Smartphone gibt, im öffentlichen Nahverkehr oder in Freibädern, wo Kinder keine Karte mehr spontan mit Bargeld kaufen können. Menschen, die ihr Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung wahrnehmen und nicht als Datenlieferanten durch die Welt laufen wollen, erfahren oft nicht nur Unverständnis, sondern auch Schikanen, unnötige Kosten und komplette Verweigerung einer Dienstleistung.
Berichte von Deinen Erfahrungen, sorge dafür, dass Digitalzwang offiziell als Benachteiligung zur Kenntnis genommen wird! Gerne kannst Du uns eine Kopie des Textes zukommen lassen, denn wir sammeln weiterhin Beispiele für Digitalzwang: <8>mail@digitalcourage.de
Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
„Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland – deine Erfahrung zählt“
Link
Die Umfrage läuft noch bis zum 28. Februar 2026. Die Ergebnisse werden 2027 veröffentlicht.



18.1.2026: Digitaler Omnibus: Wie Tech-Unternehmen der EU-Kommission die Aufweichung der Digitalgesetze diktierten

Zwei NGOs haben die geplanten Änderungen des "digitalen Omnibus" mit den Forderungen von Tech-Konzernen Artikel für Artikel verglichen.
Der digitale Omnibus der EU, der europäische Datenschutzgesetze laut Kommission vereinfachen und nach Ansicht von Experten verwässern wird, hat seit dem Herbst für viel Kritik gesorgt. Oft wurde der Vorwurf laut, dass sich die EU mit der Überarbeitung unter anderem der DSGVO US-Tech-Konzernen anbiedern würde, von denen man sich eigentlich souverän machen möchte. Zwei NGOs haben die geplanten Änderungen nun akribisch mit der Lobbyarbeit dieser Unternehmen in Brüssel in den letzten Jahren abgeglichen. ...

weiterlesen bei AFP/Nicolas Tukatfür Der Standard unter: Link



6.1.2026: In der digitalisierten Arztpraxis

Ein älterer Mann steht am Tresen der Rezeption. Als eine der drei Mitarbeiterinnen Zeit hat, sich ihm zuzuwenden, fragt sie ihn: "Haben Sie die Möglichkeit den Bar-Code mit Ihrem Handy zu fotografieren?" Der Mann schaut sie fragend an. "Haben Sie ein Handy", fragt sie. Der Mann holt es aus der Manteltasche und zeigt es ihr. "Ah, gut." Sie fragt noch einmal: "Haben Sie die Möglichkeit mit Ihrem Handy diesen Barcode zu fotografieren? Sie zeigt auf den Aufsteller auf dem Tresen. Auf dem weißen Karton steht `Patientenfragebogen` und darunter der Code. "Ach, Sie meinen den Strichcode, ja, das müsste ich eigentlich hinkriegen. Aber wofür, warum soll ich davon ein Foto machen?" "Sie könnten dann schon den Patientenfragebogen ausfüllen, unsere Tablets sind momentan alle belegt. Je eher ich aber Ihren Fragebogen in meinem System habe, umso schneller kommen Sie dran."

Quelle: Arztpraxis in Bochum P.S.

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24.07.2025: Facebook Account gelöscht wegen enormer Dateneinsammelei

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