Diskriminierung melden
Suchen:

Altersdiskriminierung beim Vorstellungsgespräch

Foto: H.S.

19.01.2026 - von D.G.

möchte gerne meinen Fall schildern, da ich bisher keinen Ansprechpartner für meine Problematik gefunden habe.

In der Woche vor Weihnachten hatte ich ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle beim "Einsenderservice" (Telefonzentrale) einer großen Laborarztpraxis in Frankfurt am Main. Ich werde im März 59 Jahre alt, habe nach 23 Jahren am Frankfurter Flughafen einen Aufhebungsvertrag unterschreiben müssen, bin in die Arbeitslosigkeit gedrängt worden und habe mir eine Berufliche Reha erkämpft, während welcher ich mich erfolglos um einen Einstieg in das Berufsfeld Biologie oder auch Bürowesen bemüht habe. Das Bachelor-Studium habe ich überwiegend berufbegleitend absolviert und war bei Abschluss 52 Jahre alt.

Im letzten Jahr habe ich eine Weiterqualifikation als "Fachkraft für Medizinische Dokumentation mit Basiswissen Tumordokumentation " und zusätzlich als Kodierfachkraft absolviert. Beide Qualifikationen habe ich von eigenen Geld bezahlt und verfüge jetzt über keine Reserven mehr.

Im Gespräch wurde ich zuerst gefragt, wann ich denn in Renten gehen wolle! Es bedürfe einer Einarbeitungszeit von mindestens 2 Jahren in diesem Unternehmen (in der Telefonzentrale???) und für 4 Jahre oder so ähnlich, würde sich eine Einstellung nicht lohnen.

Warum ich denn so einen Aufwand betrieben hätte mit der ganzen Weiterbildung!!!!!

Aus meiner Sicht ist das eine Ungeheuerlichkeit.

Wie kann ich mich in Zukunft verhalten, in ähnlichen Situationen?

Danke im voraus für eine Antwort.

Quelle: Mail an die Redaktion