10.03.2026
In Kriegen und Gewaltkonflikten sind Zivilist*innen und vor allem Frauen und Mädchen zunehmend Opfer von Gewalt. In den militärischen Kampfeinheiten dienen wiederum hauptsächlich Männer.
Diese Tatsache wird in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch reduziert auf eine stumpfe Gegenüberstellung: Männlicher Krieg und weiblicher Frieden. Tatsächlich aber entspricht die Wirklichkeit von Gewalt und Gewalterfahrungen nicht dieser strikt bipolaren Rollenverteilung.
Die Autorin des Buches «Männlicher Krieg und weiblicher Frieden?» (Reclam 2023), Historikerin Dr. Claudia Kemper diskutiert die Komplexität von Geschlechterordnung und Gewalt und wie diese sich fortsetzt, wenn die Gewalt längst beendet ist oder weit entfernt stattfindet.
Dr. Monika Hauser ist Gynäkologin, Frauenrechtsaktivistin und Gründerin der in Köln ansässigen und international agierenden Frauenrechtsorganisation medica mondiale e.V.. Die Organisation setzt sich gegen die allgegenwärtige sexualisierte Kriegsgewalt gegen Frauen ein. Hauser fordert: Frauenrechtsorganisationen und Aktivist*innen müssen politisch gestärkt und bei Verhandlungen und Wiederaufbau gleichberechtigt beteiligt sein.
Nach den beiden Inputs führt an diesem Abend die Kölner Journalistin Alexandra Eul das Gespräch mit den beiden Referentinnen.
Wir freuen uns auf Sie und einen wichtigen Abend zum Internationalen Frauentag / Feministischen Kampftag 2026.
Es kooperieren in traditionellem Verbund die Kölner VHS, der Kölner Frauengeschichtsverein, die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und das Kölner Friedensbildungswerk.
Eine Anmeldung bei der VHS Köln ist erbeten, aber nicht erforderlich.
Cäcilienstraße 29-33
50667 Köln
Zeit 10.03.2026, 18:30 - 20:00 Uhr
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