01.03.2026 - von IPPNW
Im März jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum 15. Mal und im
April der Super-GAU von Tschernobyl zum 40. Mal. Anlässlich dieser
Jahrestage lädt die IPPNW zu einer Tagung ein und ruft zur Unterzeichnung
der diesjährigen Fukushima-Anzeige auf!
Derweil gibt es erfreuliche Nachrichten aus Münster, wo sich der Stadtrat
für eine tatsächliche Vollendung des deutschen Atomausstiegs
ausgesprochen hat und sein Stadtgebiet nicht weiter von nuklearem
Gefahrengut durchkreuzen lassen will. Zwar entfaltet diese von einer
breiten Ratsmehrheit getragene Entscheidung keine unmittelbar rechtlich
bindende Wirkung, sie stellt aber ein politisches Signal an die Bundes-
und Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sowie an die Landesregierung
im benachbarten Niedersachsen dar.
Im Umweltministerium in Hannover steht
weiterhin eine endgültige Entscheidung über den Antrag auf
Produktionserweiterung der Brennelementefabrik in Lingen in Zusammenarbeit
mit Rosatom aus.
Angeregte Lektüre wünscht
Patrick Schukalla
IPPNW-Referent für Atomausstieg, Energiewende und Klima
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JETZT MITMACHEN! ANZEIGE ZUM FUKUSHIMA-TAG
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Welche Lehren hat die Menschheit aus den bisherigen Atomunfällen gezogen?
Und sind diese Lehren noch präsent – als Mahnung, sich für eine Welt
ohne atomare Gefahren einzusetzen? Es liegt an uns allen, auf die
gesundheitlichen Gefahren für Gesellschaft und Umwelt hinzuweisen, die
mit dem Betrieb von Atomanlagen verbunden sind.
Für eine echte Energiewende und die Vollendung des Atomausstiegs bleibt
noch viel zu tun! Daher bitten wir Sie, auch in diesem Jahr wieder die
Anzeige zu unterschreiben und mit Ihrem Beitrag die Veröffentlichung zu
ermöglichen.
Einsendeschluss ist Sonntag, der 1. März 2026.
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EINE REISE DURCH FUKUSHIMA
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Ein Reisebericht von Dr. Alexander Rosen: Auf der Suche nach Fakten und
Erkenntnissen zu den Folgen der Atomkatastrophe bereiste ich im September
2025 für einige Tage die Präfektur Fukushima. Ich sah geisterhafte
Ortschaften und fuhr in die Präfekturhauptstadt im Westen, wo ich die
Medizinische Hochschule besuchte. Im Stadtzentrum von Futaba, das knapp
vier Kilometer nördlich der AKW-Ruine liegt, herrschte reger Betrieb.
Erst nach einiger Zeit fiel mir auf, was fehlte: Die Bevölkerung schien
ausschließlich aus jungen Männern zu bestehen. Es gibt keine Frauen,
keine Kinder, keine alten Menschen.
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IPPNW-TAGUNG: ATOMGEFAHREN UND GESUNDHEITSRISIKEN
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Jetzt noch anmelden! Am Samstag, dem 7. März 2026, laden wir zu einer
Tagung nach Stuttgart ein. Wir widmen uns den bis heute anhaltenden Folgen
der beiden größten Atomunfälle der Geschichte und werfen einen
kritischen Blick auf ausgewählte Gegenwarts- und Zukunftsthemen der
Atomenergie. Das Programm umfasst Vorträge von Expert*innen, Berichte aus
den betroffenen Regionen, fundierte Informationen zu gesundheitlichen
Folgen und Analysen aktueller Atomrisiken. Wir freuen uns, Sie und Euch in
Stuttgart zu sehen. Eine vorherige Anmeldung (Link:
Link ) hilft uns bei der
Planung!
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DON`T NUKE GREENLAND!
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Obwohl Grönland derzeit in aller Munde ist, erfährt man nur wenig über
die Insel selbst, ihre Bewohner*innen oder die arktische Ökologie.
Stattdessen liegt der Fokus auf den geopolitischen Bestrebungen anderer.
Niels Henrik Hooge arbeitet bei NOAH, der dänischen Sektion von Friends
of the Earth und steht in enger Verbindung mit der grönländischen
Kampagne gegen Uranbergbau, URANI NAAMIK. Wir haben mit ihm über den
aktuellen geopolitischen Druck gesprochen und ihn gebeten, die Rolle der
Uranvorkommen und anderer Bodenschätze sowie die damit verbundenen
Gefahren einzuordnen.
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RATSRESOLUTION GEGEN CASTOR- UND ATOMTRANSPORTE
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In einem Ratsbeschluss spricht sich die Stadt Münster gegen neue
Castor-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus sowie gegen weitere
Urantransporte von und zur Urananreicherungsanlage in Gronau aus. Diese
passieren regelmäßig das Münsteraner Stadtgebiet. In der mit breiter
Mehrheit verabschiedeten Resolution wird zudem die Stilllegung der
Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und des
Forschungsreaktors Garching bei München gefordert, um die Produktion von
neuem Atommüll zu verhindern. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, diese
politische Positionierung den zuständigen Behörden und Unternehmen
mitzuteilen.
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