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Förderprogramm respekt*land: Bundestag genehemigt keine weitere Förderung

20.03.2026 - von ADS

Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit am Aufbau einer flächendeckenden Antidiskriminierungsberatung in Deutschland hat der Deutsche Bundestag keine weiteren Mittel mehr für respekt*land bereitgestellt. Damit endete das erste bundesweite Förderprogramm “respekt*land“. Das Modellprojekt hinterlässt eine grundsätzlich positive Bilanz.

Seit 2023 sind 24 neue Beratungsstandorte entstanden, 12 bestehende Stellen wurden ausgebaut, über 60 Berater*innen qualifiziert. In Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern gab es erstmals überhaupt hauptamtliche, zivilgesellschaftliche Antidiskriminierungsberatung. Die systematische Einbindung der Bundesländer zahlte sich aus: Im dritten Förderjahr beteiligten sich 10 von 16 Ländern an der Kofinanzierung.

Wie geht es weiter? Ein Drittel der aufgebauten Strukturen wird weiterfinanziert – u.a. in Hamburg, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. Ein Drittel kehrt auf das Niveau von 2023 zurück, jedoch mit gewachsenem Know-how. Das letzte Drittel fällt mangels Finanzierung weg – gerade in ländlichen Regionen, wo die durch respekt*land ermöglichten Stellen oft die einzigen Anlaufstellen waren.

Trotz Rückbau bleibt viel erhalten: In jedem Bundesland gibt es nun erprobte Träger, die fachliche Qualität hat einen Sprung gemacht, und der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) hat sich als bundesweite Fachstelle weiter etabliert. Die ADS wird das Thema weiter vorantreiben – durch kollegiale Fallberatung, Fachimpulse und Kooperationsvereinbarungen.

Ziel bleibt eine flächendeckende, niedrigschwellige AD-Beratung für alle.

Quelle: ADS