14.07.2026
Gesprächsabend zum Thema : Überleben im Genozid – Erfahrungen aus dem Gazastreifen mit Prof
In Gaza wird seit Oktober 2023 eine ganze Gesellschaft zerstört. Zehntausende Tote, die meisten Frauen und Kinder. Eine Bevölkerung, die immer wieder vertrieben wird, in Trümmern lebt, hungert. Wasser, Strom, medizinische Versorgung: kaum noch vorhanden.
Abed Schokry hat das selbst erlebt. Der Professor lehrte jahrelang an der Universität
Gaza, Arbeitswissenschaft und Qualitätsmanagement, zuletzt als Vizedekan. Im Oktober 2023 wurde seine Universität zerbombt. Über 200 Tage harrte er mit seiner Frau und fünf Kindern im Gazastreifen aus, mehrfach vertrieben, in Notunterkünften. 2024 gelang ihm die Flucht über Ägypten nach Deutschland. Heute lebt er in Bonn.
Er berichtet aus erster Hand. Vom Alltag zwischen Angst und Hunger. Von der verzweifelten Suche nach dem Nötigsten. Vom Zusammenhalt der Menschen. Und er spricht über das, was mit den Hörsälen und Schulen verschwindet: die Zukunft einer ganzen Generation. Kinder, die seit Jahren nicht zur Schule gehen. Studierende ohne Universität. Bildung als Ziel der
Zerstörung.
Organisiert von der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und DIDF
Ein persönlicher und eindringlicher Bericht über die aktuellen Lebensrealitäten und das Überleben vor Ort.
Referent: Prof. Abed Schokry
Datum: Dienstag, 14. Juli 2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ort: Heilermannstraße 5, 45138 Essen
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