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Berlin + online: Rentenpolitisches Kolloquium Aktuelle Probleme + Lösungsmöglichkeiten

28.08.2026

Es ist typisch, dass sich die "Rentenexperten und Rentenexpertinnen" nicht mit den Benachteiligungen von Rentnern beschäftigen, wie sie Regierungen und Parlament in der Vergangenheit beschlossen haben. Ein Beispiel ist die im Jahr 2004 beschlossene Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeitragspflicht für Direktversicherte, von der NICHTS in deren Verträgen gestanden hat. Auch die Rosa Luxemburg-Stiftung breitet in ihrer Rentenveranstaltung Ende August darüber das Tuch des Vergessens aus. H.S.

"Eine gerechte Absicherung des Lebensstandards im Alter gehört zu den zentralen Aufgaben des Sozialstaates. Für die große Mehrheit der Bevölkerung bildet die gesetzliche Altersrente die wichtigste Grundlage. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Menschen verfügt zusätzlich über eine Betriebsrente oder eine umfangreiche private Altersvorsorge.

Am 23. Juni 2026 hat die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission 33 Vorschläge für eine künftige Rentenpolitik vorgestellt. Die Bundesregierung hat angekündigt, diese im Paket umsetzen zu wollen.

Schnell wurde aus ganz unterschiedlichen Richtungen Kritik an einer Reihe von Vorschlägen geäußert, so aus Wirtschaftskreisen beispielsweise an der geplanten Abschaffung der Minijobs, während von Gewerkschaften und Sozialverbänden etwa Änderungen an einem vorgezogenen Renteneintritt kritisiert wurden.

Gleichzeitig wurden auch manche Vorschläge positiv aufgenommen, so von Gewerkschaften und der Linken eben genau die geplante Abschaffung der Minijobs und die Einbeziehung von Abgeordneten in die Gesetzliche Rentenversicherung.

Kurz nach dem Bericht der Regierungskommission hat auch die DGB-Rentenkommission ihre Vorschläge vorgelegt. Sie spricht sich u.a. für existenzsichernde Renten, eine Berücksichtigung von Sorgearbeit und gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters aus.

Über die Empfehlungen der Regierungskommission und der DGB-Kommission möchten wir mit unseren Referent*innen und mit den Teilnehmenden diskutieren.

Ablauf:

Begrüßung: Dr. Julia Killet und Dr. Florian Weis (beide RLS)

Einführung: Bernd Riexinger, Vorsitzender des Vorstandes der RLS.

Podium mit


Prof. em. Dr. Gerhard Bäcker, Universität Duisburg

Elke Hannack, stellv. DGB-Vorsitzende

Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer Paritätischer Gesamtverband, Mitglied der DGB-Rentenkommission

Sarah Vollath MdB, rentenpolitische Sprecherin der Partei DIE LINKE im Bundestag

Moderation: Franziska Wiethold (ehemaliges ver.di-Vorstandsmitglied) und Florian Weis

Anmeldung: Die Zahl der Plätze vor Ort ist begrenzt. Daher ist eine vorherige Anmeldung bis zum 18. August 2026 erforderlich, s.o.

Die Teilnahme wird auch online möglich sein, die Zugangsdaten werden später bekannt gegeben.

Das Kolloquium wird aus Anlass des 85. Geburtstages von Peeter Raane ausgerichtet. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung dankt Peeter Raane sehr herzlich für seinen rund zwanzigjährigen Einsatz für die und in der Stiftung. Peeter Raane hat u.a. den Rosa-Luxemburg-Club Düsseldorf mit initiiert, war von 2007 bis 2012 Vorsitzender der RLS NRW und von 2008 bis 2019 Mitglied im Vorstand der RLS auf Bundesebene. Peeter Raane lädt anschließend alle Teilnehmer*innen zu einem Imbiss und Gesprächen in geselliger Runde ein.

Um eine verbindliche Anmeldung wird ebenfalls bis zum 18. August 2026 gebeten (dies bitte bei der Veranstaltungsanmeldung im Kommentarfeld angeben). Link


28.8.2028: Berlin & Web, | 14:00 - 17:30 |
Tagung/Konferenz
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8A 10243 Berlin