07.08.2026
Wir laden ein zum Gedenken!
Treffpunkt: 07. August 2026 um 18 Uhr im Hiroshima-Nagasaki-Park beim Biergarten am Aachener Weiher.
Gemeinsamer Friedens-Spaziergang zum Mahnmal
Mit Rede- und Musikbeiträgen, sowie einer traditionellen japanischen Zeremonie werden wir der über 140.000 Opfer von Hiroshima und Nagasaki gedenken.
• Begrüßung durch den Arbeitskreis Hiroshima - Nagasaki
• Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Köln
• Simon Bödecker, Ohne Rüstung leben
• Arbeitskreis Zivilklausel, Uni Köln
• Stephan Räder, Greenpeace Köln, AG Frieden
• Der Chor: Give Peace a Chance wird uns musikalisch begleiten
• Japanisch-Deutscher Chor: Hiroshima Lied
• Traditionelle japanische Zeremonie
Besonders in unserer heutigen Zeit, in der die Spannungen zwischen den Atommächten so
stark wie schon lange nicht mehr sind und das atomare Wettrüsten auf Hochtouren läuft,
mahnen uns diese Gedenktage, alles zu tun, dass endlich atomare
Abrüstungsverhandlungen beginnen, damit sich der Einsatz von Atomwaffen nie wiederholt!
Auch 81 Jahre nach der Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki durch die amerikanischen Atombomben gedenken wir der Opfer und fordern:
Atomwaffenverbotsvertrag statt nuklearer Teilhabe.
Der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) der UNO ist am 22.Januar 2021 in Kraft getreten. Dieser Vertrag ist notwendig geworden, weil sich die Atomwaffenstaaten seit über 50 Jahren weigern, der Verpflichtung zu vollständiger nuklearer Abrüstung gemäß dem Nichtverbreitungsvertrag nachzukommen.
Der Vertrag ist völkerrechtlich bindend. Wir fordern die Bundesregierung auf, diesem Vertrag beizutreten und ihrerseits die Atommächte aufzufordern, unverzüglich in atomare Abrüstungsverhandlungen einzutreten, so unrealistisch dies zurzeit auch aussehen mag.
Nur eine Welt des friedlichen Miteinanders kann uns aus der Gefahr eines Atomkriegs retten.
Will man kriegerischen Konfliktlösungen entgegentreten, heißt es ernsthaft und in guter Absicht verhandeln, verhandeln, verhandeln, egal wie lange ein solcher Prozess dauert.
Für den Einsatz im Ernstfall lagern die USA Atombomben auf deutschem Boden. Auf dem
Atomwaffenstützpunkt „Fliegerhorst Büchel“ in der Eifel, nur 115 km von Köln entfernt, sind bis zu 20 B61-Bomben für die Verwendung durch Bundeswehr-Soldat*innen stationiert. Deutsche Pilot*innen trainieren regelmäßig den Abwurf. Sie sind im Ernstfall verpflichtet, die Atombomben auf Befehl der NATO von deutschem Boden aus im Zielgebiet abzuwerfen Jede dieser Bomben hat eine maximale Sprengkraft, die mit der von 13 Hiroshima-Bomben vergleichbar ist.
Die Hiroshima-Bombe hat vor 81 Jahren binnen kürzester Zeit 140.000 Menschen getötet und
Unzählige zu langjährigem Leiden verurteilt. Ihre Auswirkungen sind bis heute spürbar.
Zudem planen die USA die Stationierung von mit Atomwaffen bestückbaren Marschflugkörpern
vom Typ "Tomahawk" mit deutlich mehr als 2.000 Kilometern Reichweite und den Einsatz der neu entwickelten Überschallwaffen von Deutschland aus.
Das müssen wir verhindern.
Die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen spielt mit der massenhaften Vernichtung von
Leben und einer jahrhundertelangen Verheerung von Mit- und Umwelt. Dies ist der
schlimmste Terrorismus, der denkbar ist.
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Roesrath für den Hiroshima Nagasaki Arbeitskreis im Kölner Friedensforum
Für Nachfragen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung, Tel.: 01577 7502773
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Im Zeitalter der Atomwaffen (II)
Die NATO zieht die Stationierung zusätzlicher US-Atomwaffen in Europa in Betracht – womöglich nahe der Grenze zu Russland. Im Februar ist das letzte Abkommen zur nuklearen Rüstungskontrolle ausgelaufen.
BRÜSSEL/WASHINGTON/BERLIN (Eigener Bericht) – Die NATO bereitet sich auf eine weitere nukleare Aufrüstung in Europa vor und zieht die Stationierung von Atomwaffen nahe der Grenze zu Russland in Betracht. Wie Ende vergangener Woche bekannt wurde, schließt NATO-Generalsekretär Mark Rutte die Verlegung zusätzlicher US-Kernwaffen auf den europäischen Kontinent nicht aus. Neue US-Atombomben wurden Experten zufolge schon in Großbritannien stationiert. Als mögliche weitere Standorte werden Staaten nahe oder an der Grenze zu Russland genannt, darunter Finnland und Litauen. Litauen ändert, um dies zu ermöglichen, seine Verfassung; Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor kurzem Zustimmung dazu erkennen lassen. Rutte räumt öffentlich ein, das Vorhaben sei mit Blick auf das „nuklear bewaffnete Russland“ recht „heikel“. Die USA haben ihre auch in Büchel lagernden Bomben mittlerweile durch das neue Modell B61-12 ersetzt, das „taktisch“ eingesetzt werden kann, was die Schwelle zum Atomkrieg senkt. Der zur Modernisierung der Nuklearpotenziale erforderliche Umbau von Büchel kostet Milliarden. Parallel rüstet inzwischen auch Frankreich national nuklear auf – in Abstimmung mit der Bundesrepublik.
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