
Foto: H.S.
08.09.2026 - von Hartmut Jeromin
Rebellion, Revolte oder gar Revolution?
Ca. 3 % der Deutschen Wahlberechtigten probten den Aufstand! Bei der Wahl am 06.09.2026 in Sachsen-Anhalt (Wo ist das eigentlich?). Hatten sie womöglich Grund dazu? Oder machten sie sich einen Jux? Sie wählten nun ca. 100 Volksvertreter in ihr regionales Parlament. Im Europaparlament werden sie von 3 Personen vertreten, im Bundestag von 16 Abgeordneten, im Bundesrat haben sie 4 Stimmen. Gewählt (und finanziert) von 1,7 Millionen Wahlberechtigten. Diese rund 125 „Vertreter“ haben es also nicht geschafft, diese 3% zufrieden zu stellen, bzw. ihre Ansprüche an die jeweilige Legislative zu erfüllen? Was war/ ist da los? Darüber rätseln nun die Gremien. Die, die es verbockt haben und es eigentlich wissen müssten! Was aber heißt Aufstand? Sie wählten in ihren Landtag (ein Teil der deutschen Kleinstaaterei) 44 % von der Alternative für Deutschland, sie suchten also nach einer Alternative! Bei hoher Wahlbeteiligung (78%)!
Die anderen Bewerber kamen auch vor, am Rande, so mit jeweils 17- bzw. 9 %. Und darüber wird nun orakelt, keiner kommt auf die Wahrheit, will auch keiner. Die Wahrheit ist aber: Das ist eine Revolution, mit Ankündigung! Das Wahlvolk suchte einen Weg um eigene Interessen auszudrücken, um wirklich was zu ändern. Und da Revolution eigentlich verboten ist, wählten sie diesen Weg! Sie wollen gleichverpflichtet sein aber eben auch gleichberechtigt teilhaben am großen Ganzen!
Das drückt sich aber so aus: 26 Billionen € Geldvermögen existieren in 2026 in Deutschland. Die Sparquote beträgt 10 %, also 270 €/ Monat. Aber 27 % der Haushalte haben keine Ersparnisse! Besonders die Geringverdiener und „Sozialschmarotzer“. Hinzu kommt die niedrige Verzinsung der Sparkonten. Die Entwertung durch die Inflation ist höher, also eine schleichende Enteignung zu Gunsten…(?) der 10 % der Deutschen die 60% des Vermögens besitzen. Und 50 % der Deutschen besitzen nur 2,3 % des Gesamtvermögens, aber 40 % besitzen gar nichts.
Die „Geldinstitute“ sind überall scharf auf Bau-Kredite und Firmenkredite. Die Einlagen wuchsen auf 1,2 Billionen €, davon 2/3 als Giro Tagesgeld. Also nicht sofort verbrauchtes Monatseinkommen. Sie zahlen davon wenig an die Einleger, bekommen aber z.B. von mir dafür monatlich 8,9 € Kontogebühren, jährlich also 106,8 €, dafür das sie mit meinem (u. allem anderen) Geld über Zinsen Profite machen können!
13.5 Mio der Wohnungen in D. sind Einfamilienhäuser (31 %) und 5 Mio sind Zweifamilienhäuser, haben also jeweils schon Gewinne beim Bau abgeworfen an die Geldgeber und unterliegen beim Vererben noch der Besteuerung. Dazu noch 24 Mio. Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit ähnlicher Bilanz und steigender „Ertragslage“ über Mieten. Und auch Autokredite und Reisekredite werfen Rendite ab! So wird also auf der einen Seite Geld.
Aber im „Osten“ kannte man das Volkseigentum und Genossenschaftseigentum … ging den Bach runter. Kam im Osten aber im Wesentlichen nichts Neues nach. Das Wirtschaftswunder fand woanders statt! Auch mit Hilfe des Ostens und seien es nur die Arbeitskräfte aus dem Osten … so könnte ich noch weiter in der Wunde bohren. Und genau das trieb die Anhalter auf die Barrikaden!
Sie spürten, hier stimmt was nicht im Kleinen wie im Großen. Und genau das nutzten die Wahlgewinner und versprachen … und genau da habe ich meine Zweifel: Ich muss nur in ihre Gesichter schauen. Wollen sie an den aufgeführten Ungerechtigkeiten Wesentliches ändern, können sie das überhaupt? Das Beispiel der Frauke Petry lehrt mich etwas anderes! Wollen die Neuen nun aber endlich auch nur an die Fleischtöpfe? Ich ahne es! Dann gute Nacht Marie, der Wähler kommt vom Regen in die Traufe. Und darf ev. nochmals auf die Barrikaden? Dann aber wohl richtig. Denn geduldig mit denen da oben war er lange genug und macht dann wohl Nägel mit Köpfen!
Hartmut Jeromins Zeit ist im Herbst 2026 wohl bald abgelaufen, das ist aber nicht das Ende der Geschichte … also macht Mal. Oder wie der Mecklenburger sagt: „ Rat mir aber rat mir nicht ab!“
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