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EU fordert strengere Antidiskriminierungsrichtlinien

24.01.2008 - von Hanne Schweitzer

Gegen Diskriminierungen müsse nicht nur am Arbeitsplatz vorgegangen werden, sondern beispielsweise auch bei der Vergabe von Krediten, sagte der tschechische EU-Kommissar Spidla dem Tagesspiegel.
Spidla kündigte deshalb binnen des nächsten halben Jahres eine diesbezügliche Erweiterung der Antidiskriminierungsrichtlinien an.

Bisher war noch kein Aufjaulen aus den Parteizentralen bzw. Banktürmen zu hören - vielleicht weil dort geplant wird, die Realisierung (mal wieder) durch "Lobbyarbeit" zu vereiteln, oder weil man sich daran erinnern, dass es immerhin sechs Jahre gedauert hat, bis die Antidiskriminierungsrichtlinien in D. umgesetzt wurden.

Ansonsten: Lob und Tadel von Spidla für das AGG. „Der Schutz, den es in Deutschland gibt, geht sehr weit“, meinte er. Allerdings gäbe es Nachbesserungsbedarf. Er kritisierte den auf zwei Monate festgesetzten Zeitraum, innerhalb dessen BürgerInnen ihren Anspruch auf Schadenersatz geltend machen müssen.

Am 27.1.2008 reitet Peter Müller bei "welt online" eine Attacke gegen die Plane der EU. Überschrift: CSU läuft Sturm gegen neue EU-Antidiskriminierungsgesetze

Das CDU-Präsidium gab dagegen am 14.1.2008 eine Presseerklärung mit der Überschrift: Altersdiskriminierung bekämpfen, heraus. So etwas nennt man wohl Abstimmungsproblem.

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=767
Quelle: Tagesspiegel, 23.1.07

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