Italien - 11.06.2010
Die italienische Regierung hat, dem Druck der EU-Kommission nachgebend, das Pensionsantrittsalter für Frauen im öffentlichen Dienst ab Januar 2012 angehoben. Ab Januar 2012 werden Beamtinnen in Italien erst mit 65 Jahren statt wie bisher mit 61 Jahren in den Ruehstand versetzt. Die bisherigen Altersunterschiede zwischen Männern und Frauen beim Ruehstandsalter verstoßen nach Ansicht der EU gegen das Prinzip der Gleichbehandlung. Gehen Frauen früher in Rente, zahlen sie weniger Beiträge ein und erhalten damit eine niedrigere Pension.
Der Gewerkschaftsverband CGIL hält die Anhebung des Ruhestandsalters, die Berlusconi für 2018 geplant hatte, nicht für nicht akzeptabel. Sie ruft zu einem Generalstreik am 25. Juni auf. Dieser richtet sich auch gegen den Regierungsbeschluss, die Gehälter im öffentlichen Dienst bis 2013 einzufrieren.
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