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Helios wird größte private Krankenhauskette in Europa

05.03.2014 - von H.S.

Fresenius hat nicht locker gelassen und nun über sein Tochterunternehmen Helios 43 Kliniken und 15 medizinische Versorgungszentren von der Rhön-Klinikum AG gekauft - statt die gesamt Rhön-Klinikum AG. Für mehr als drei Milliarden Euro ist Fresenius/Helios nun im Besitz von insgesamt 117 Krankenhäusern landesweit. Der größte private Anbieter von Gesundheitsleistungen hat nun einen Anteil am Krankenhausmarkt von sechs bis sieben Prozent. Der Umsatz wird auf ca. 5,5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Ver.di fordert Regeln zur Sicherung der Standorte, keine Arbeitsverdichtung bei den Beschäftigten und keinen Lohndruck. Die Gewerkschaft fürchtet, dass Teile des Kaufpreises von zwei Milliarden Euro durch Verschlechterungen bei den Arbeits- und Lohnbedingungen und durch Stellenstreichungen wieder hereingeholt werden soll. Anfang März 2014 kündigte der Chef des Krankenhauskonzerns Helios, Francesco De Meo, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung an, Stellen in der Regionalverwaltung abzubauen, „über die Zeit, in kleinem Maße“.

Die Fresenius-Tochter Helios ist nach der Übernahme die größte größte private Klinikkette Europas.

26.4.2012:
Nicht mal vier Jahre ist es her, dass die kommunalen Uniklinika Marburg - Gießen privatisiert und mitsamt der Forschung an die Rhön Klinikum AG verkauft wurden. Nun steht die Helios-Muttergesellschaft Fresenius vor der Tür und will die Aktien der Rhön Klinikum AG kaufen. Das fusionierte Unternehmen bestünde aus 138 Kliniken, 70 medizinischen Versorgungszentren, 80.000 Mitarbeitern und universitären Forschungszentren.
Prognostizert werden durch die Fusion ein um drei Prozent höherer Umsatz und ein um 11 Prozent pro Jahr steigender Gewinn. 2011 kletterte der Umsatz der Rhön Klinikum AG um drei Prozent und lag bei 2,63 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg 2011 aber um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Er lag bei 161,1 Millionen Euro. Laut FAZ würde der Umsatz durch die Fusion, die noch vom Kartellamt genehmigt werden muss, auf sechs Milliarden Euro steigen.

Dabei pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Die erfolgreiche Privatisierung der Universitäsklinken Gießen und Marburg ist gescheitert. Drei mal in drei Jahren wurde die Geschäftsführung ausgewechselt. Zudem forderte die Rhön-AG vom Land Hessen Investitionszuschüsse (!) um erfolgreich weiterarbeiten zu können. Die SPD verlangte Garantien für den Fortbestand von Forschung und Lehre.
Gesundheit ist eine Ware. Deshalb spricht niemand über die Arbeitsbedingungen und Bezahlung der MitarbeiterInnen oder gar über die PatientInnen.

Link: Privatisierung der Uniklinka Marburg-Gießen
Quelle: diverse

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