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Bonn: Historische Forschungen zur sozialen Arbeit + zur Organisationsentwicklung der Wohlfahrtsverbände in Deutschland

08.05.2025

Wohlfahrtsverbände haben im sozialen Gefüge der Bundesrepublik eine einzigartige Bedeutung. Mit gegenwärtig über zwei Millionen hauptamtlich Beschäftigten und noch einmal rund drei Millionen ehrenamtlich Tätigen in ihren Einrichtungen und Diensten sind sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland unverzichtbar.

Gemessen an dieser exponierten Stellung spielen sie in den zeitgeschichtlichen Forschungen jedoch häufig nur eine untergeordnete Rolle. Viele historische Studien zu den Wohlfahrtsverbänden entstanden im Auftrag oder Umfeld der Verbände. Die gegenwartsorientierten Fachdiskurse der sozialen Arbeit fokussieren sich dagegen auf einzelne Felder wie Altenpflege, Kinderbetreuung oder Sozialberatung.

Mit einem vergleichenden Blick auf übergeordnete Entwicklungen, Umbrüche, Wechselbeziehungen und Abgrenzungen zwischen den Wohlfahrtsverbänden möchten wir die bisweilen verstreuten Erkenntnisse im Rahmen einer Tagung zusammenbringen. Wir erhoffen uns durch die Präsentation ausgewählter aktueller Projekte ein produktives Gespräch über Forschungsperspektiven und Synergien. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wollen wir zudem auf die geschichtspolitischen Aktivitäten und die Archivpraxis der Verbände eingehen.

Donnerstag, 8. Mai 2025, 13 Uhr, bis Freitag, 9. Mai 2025, 12 Uhr

Die Veranstaltung findet im Elisabeth-Selbert-Saal der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn statt. Informationen zum Programm finden Sie hier. Unter diesem Link können Sie sich bis zum 6. Mai anmelden.

Mit freundlichen Grüßen
Philipp Kufferath

Eine Kooperation des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Lehrstuhl für neuere und neueste Geschichte der Universität Bonn (Prof. Dr. Christine Krüger) und der Professur für Zeitgeschichte (Jun.-Prof. Dr. Nicole Kramer) der Universität zu Köln.