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Über ein Drittel der Demenzfälle in Deutschland wären beeinflussbar

Foto: H.S.

29.04.2026 - von Bundesministerium für Forschung, Technologie + Raumfahrt

Rund 36 Prozent der Demenzfälle in Deutschland lassen sich auf veränderbare Risikofaktoren zurückführen. Eine aktuelle Studie des DZNE und der Harvard Medical School zeigt großes Präventionspotenzial.


Mehr als ein Drittel der Demenzfälle in Deutschland können grundsätzlich beeinflusst werden und wären somit vermeidbar oder könnten hinausgezögert werden: Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Forschenden des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Rostock/Greifswald und der Harvard Medical School. Demnach lassen sich rund 36 Prozent aller Demenzerkrankungen auf Risikofaktoren zurückführen, die grundsätzlich beeinflusst werden können. Grundlage der Analyse sind aktuelle Daten aus dem Deutschen Alterssurvey 2023, einer bundesweiten, repräsentativen Befragung von Personen ab 40 Jahren.


Welche Risiken eine Rolle spielen

Veränderbare Risikofaktoren sind Einflüsse, die sich durch einen gesunden Lebensstil, eine gute medizinische Versorgung oder verbesserte gesellschaftliche Rahmenbedingungen reduzieren lassen. Die internationale Lancet-Kommission benennt über die gesamte Lebensspanne 14 solcher Faktoren. In der aktuellen Studie konnten zwölf davon anhand der Survey-Daten untersucht werden. Dazu gehören unter anderem

Bluthochdruck,
Schwerhörigkeit,
zu hohe Blutfettwerte,
niedriges Bildungsniveau und
körperliche Inaktivität.

Die aktuellen Ergebnisse sind im Einklang mit den Befunden der Lancet-Kommission. Demnach wären bei Eindämmung der bekannten 14 Risikofaktoren rund 45 Prozent aller Demenzerkrankungen weltweit vermeidbar oder könnten hinausgezögert werden. ...

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DAS ärgert mich immer:
"Die Risikoprofile hängen eng mit sozialen und regionalen Merkmalen zusammen, darunter Alter, Bildung sowie Stadt-Land-Unterschieden. Menschen in Ostdeutschland, in ländlichen Regionen, ältere Männer und Personen mit niedriger Bildung gehören häufiger zu den Risikogruppen."

Es ist aber Frage der Bildung, sondern welchen beruflichen Belastungen diese Menschen im Arbeitsleben ausgesetzt waren. Um die Frage der "krankmachenden" Arbeitsbedingungen schiffen diese Studien immer gerne herum mit dem Stichwort "niedere Bildung" ..

Quelle: Newsletter 122 Gesundheitsforschung