Europäische Union - 04.05.2026
Wie das Handelsblatt schreibt,hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im August vergangenen Jahres auf Gegenmaßnahmen für die Trumpzölle verzichtet und einen ungleichen Deal akzeptiert: Die EU senkte ihre Industriezölle auf null Prozent und versprach Hunderte Milliarden Euro an Investitionen in die USA;
im Gegenzug versprach Trump, seine zusätzlichen Zölle für die EU auf maximal 15 Prozent anzuheben.
Von der Leyen betonte, der Deal werde für „Vorhersehbarkeit“ im transatlantischen Handel sorgen.
Die Chefin der EU-Handelsbehörde, Sabine Weyand, hatte diese Verhandlungsstrategie kritisiert. Der Zolldeal verstoße gegen die Grundregeln der Welthandelsorganisation (WTO), sagte Weyand im EU-Parlament. In der vergangenen Woche versetzte von der Leyen die Spitzenbeamtin. Künftig soll Weyand als Forscherin
arbeiten.
EU-Abgeordnete und Ökonomen kritisieren, dass von der Leyens Strategie gescheitert ist: Trotz weitreichender Zugeständnisse eskaliert Trump immer wieder – von Vorhersehbarkeit könne keine Rede sein, kritisierte etwa der
Handelsausschussvorsitzende Lange.
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