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19.05.2026
„Während die Welt die pompöse Reise Donald Trumps nach Peking verfolgte, verstärkten die USA Tausende von Kilometern entfernt den Druck auf Kuba. Ihre Ölblockade hat das Land in eine humanitäre Krise gestürzt, landesweite Stromausfälle ausgelöst, die zu Protesten sowie zur Schließung von Schulen und Universitäten führten und Krankenhäuser in eine Situation brachten, in der sie um die Versorgung ihrer Patienten
kämpfen müssen. (...) Trump hat – während er mit der Entführung des venezolanischen Staatschefs Nicolás
Maduro im Januar prahlte – lapidar erklärt, dass ,Kuba als Nächstes dran ist`.
Ein militärischer Angriff auf Havanna wäre für die USA – selbst ohne den Krieg gegen Iran – mit weitaus größeren Risiken verbunden. Für die Kubaner hätte er katastrophale Folgen. Washington hofft, dass Drohungen und Versorgungsengpässe ausreichen werden.
Derweil warnen UN-Experten, dass die Blockade rechtswidrig ist, die Menschenrechte verletzt und einer kollektiven Bestrafung gleichkommen könnte. (...)
Die USA fordern wirtschaftliche Reformen, die Schließung chinesischer und russischer Spionageposten sowie – Berichten zufolge – den Rücktritt von Präsident Miguel Díaz-Canel. Das würde die Botschaft der US-Regierung bekräftigen, wonach sie den amerikanischen Kontinent beherrscht. Marco Rubio, US-Außenminister und Sohn kubanischer Einwanderer, vertritt seit Langem eine harte Linie gegenüber Havanna, und kubanischstämmige US-Bürger sind ein wichtiger Teil von Trumps Wählerschaft.
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