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15.06.2026 - von Nadja Rakowitz
Bei der Gesundheitsministerkonferenz verschiebt sich der Fokus auf Kriegstüchtigkeit.
Am 10. und 11. Juni fand in Hannover die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) statt. Niedersachsen habe, so berichtet der NDR, die Konferenz unter das Motto "sicher.versorgt.überall." gestellt, um den Fokus auf die Gesundheitsversorgung in Krisenzeiten zu legen. Gemeint waren dabei nicht Pflegenotstand, die langen Wartelisten für Behandlungen und Operationen oder Mittelkürzungen, sondern die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie sowie die sicherheitspolitische Lage in Europa. Krankenhäuser und andere Einrichtungen müssten auf außergewöhnliche Belastungssituationen vorbereitet werden, weshalb Themen wie Bevölkerungsschutz, Infektionsschutz und die Absicherung kritischer Infrastruktur auf der Agenda der Konferenz stünden, wie der gastgebende niedersächsische Gesundheitsminister Philippi zuletzt mehrfach betont hatte.
Diese Themenwahl macht deutlich, dass Sicherheit im gesundheitspolitischen Kontext zunehmend als militärische gedacht wird. Mit der üblichen Vermengung von Krisen wie der Corona-Pandemie und Krieg wird am Mindset der Bevölkerung gearbeitet, die glauben gemacht werden soll, dass die Vorbereitung auf eine Pandemie eigentlich fast dasselbe sei wie die Vorbereitung auf Krieg – denn um nichts anderes handelt es sich, wenn von „Absicherung kritischer Infrastruktur“ gesprochen wird. Dabei wird permanent auch mit dem beschönigenden Wort ‚zivil-militärische Zusammenarbeit‘ operiert und so getan, als ob im Zivilen wie im Militärischen die gleiche Logik herrsche. Im Krieg aber gelten andere Regeln. ...
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