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Volkswagen will offenbar bis zu 100.000 Stellen streichen

Foto: H.S.

26.06.2026 - von Deuschlandfunk

Der Autokonzern Volkswagen will einem Medienbericht zufolge massiv weitere Stellen abbauen. Das Manager Magazin und der NDR berichten übereinstimmend, dass in den nächsten Jahren weltweit bis zu 100.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen – viele Details sind aber bisher noch nicht bekannt.

Das Manager Magazin beruft sich in seinem Bericht auf Konzern-Insider. Der Wegfall von 100.000 Arbeitsplätzen entspräche demnach einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels, das in seiner Radikalität schon beispiellos gewesen sei. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, ?sei aber noch ?nicht klar. VW-Chef Oliver Blume habe seine Pläne ?für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt. Sie seien Teil des neuen „Zielbilds 2030“. Das letzte Wort habe nun der Aufsichtsrat, der am 9. Juli darüber beraten solle.

?Ein zweiter Insider sagte ?dem Magazin, in dem zentralen Papier stehe bewusst keine eindeutige Zahl.


Vier Werke in Deutschland könnten geschlossen werden
Dem Bericht zufolge könnten ?mittelfristig vier Werke geschlossen werden. Dabei gehe es um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. ?Mit dem Auslauf der dort aktuell gefertigten Modelle würde ?die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden, hieß es.

Zudem solle der Wolfsburger Autobauer völlig neu sortiert werden. So sollten sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus ?dem Konzernverbund ?herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden.


Volkswagen will Berichte nicht kommentieren
Ein Sprecher von VW erklärte, das Unternehmen werde interne, vertrauliche ?Unterlagen nicht kommentieren. Die zu Grunde liegenden Sachverhalte würden in ?den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess ?solle nicht vorgegriffen werden.

Der Volkswagen-Konzern ist aktuell Europas größter Autobauer mit konzernweit rund 657.000 Arbeitsplätzen. In Deutschland hat VW rund 300.000 Beschäftigte.


Widerstand von Gewerkschaft, Betriebsrat und aus der Politik
Die IG Metall und der Betriebsrat von Volkswagen haben die Sparpläne kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und die Standorte seien unverantwortliche Drohungen. Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würde man sie mit aller Macht verhindern.

Sachsens Wirtschaftsminister Panter, SPD, kündigte Protest gegen eine mögliche Schließung des VW-Werks in Zwickau an. Man werde um das Werk und die Arbeitsplätze kämpfen, sagte er. Kritik kam auch von Sachsens Ministerpräsident Kretschmer, CDU.

Diese Nachricht wurde am 26.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Quelle: Deuschlandfunk