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VW-Mitarbeiter wollen wissen, wie es weitergeht

Foto: H.S.

01.09.2026 - von diverse

Die Rendite ist zu niedrig, sagt der Vorstand, die Aktionäre greinen. Nur 3,8 Prozent! Die VW-MitarbeiterInnen sind zu teuer, sie reden zu viel mit. Das geht so nicht mehr weiter. Darum: Entlassungen, Lohnkürzungen, Erhöhung der Arbeitszeit! Aber: Im ersten Halbjahr 2026 lag der Gewinn von Volkswagen vor Steuern bei 6 Milliarden Euro. Ist egal. Der VW-Chef schlägt vor, weitere zehntausende Stellen zu streichen, Werke zu schließen oder für den Bedarf des Militärs umzurüsten. Dann klappt das mit einer Rendite von 7 oder mindestens 10 Prozent.
Siehe dazu: Stephan Kaufmann für nd unter: Link


2.9.2026: IG Metall Vorsitzende Benners Ansage zur Aufsichtratssitzung von VW am 4.9.
"Mit der IG Metall werden die Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm nicht geschlossen," so die Vize des Volkswagen-Aufsichtsrats in der Augsburger Allgemeinen. Während Bärbel Bas am 1. Oktober bei einer Mitbestimmungstagung im Dresden Schutzzölle für chinesische Autos vorschlug um Arbeitsplätze in Zwickau zu retten, warf Christiane Benner Konzernchef Blume "Management-Versagen" und "schlechte" Kommunikation vor. Über den im Konzern und im Land Niedersachsen längst angedachten Einstieg von VW in die Produktion von Rüstungsgütern, der von der IG-Metall keineswegs abgelehnt wird, verlor sie kein Wort. H.S.


31.8.2026: Betriebsversammlung bei VW in Hannover

NDR: Pfiffe vor den Toren! Konzernchef Oliver Blume war laut NDR nicht da, stattdessen VW-Finanzvorstand Arno Antlitz: Die Beschäftigten könnten zum Erhalt des Standortes beitragen, indem sie Qualität, Produktivität und Leistung verbesserten. Stavros Christidis, Betriebsrat forderte dass der VW-Transporter wieder in Hannover gebaut werden soll.
NDR: Link


28.8.2026: Betriebsversammlung bei VW in Salzgitter

- Braunschweiger Zeitung: VW-Konzernchef Blume war nicht da. VW-Komponentenvorstand Thomas Schmall verteidigte den Sparkurs.
Braunschweiger Zeitung: Link

- NDR: Betriebsversammlung in Salzgitter ohne VW-Konzernchef Blume
Link


27.8.2026: Das sagen die Zwickauer VW-ler zum Auftritt von Vorstand Oliver Blume

Ostdeutsche Allgemeine: Der VW-Vorstandschef amtiert seit vier Jahren. Erstmals hat er nun das Zwickauer Werk besucht. Bei einer Betriebsversammlung sprach er über die Situation im Konzern. ...
weiterlesen bei Ostdeutsche Allgemeine unter: Link


26.8.2026: Betriebsversammlung bei VW in Zwickau

- Leipziger Volkszeitung: „Das wird ein heißer Herbst“: VW-Beschäftigte sind sauer über fehlende Aussagen zur Zukunft von VW in Zwickau "...Im Zwickauer Volkswagen-Bildungsinstitut werden aktuell 800 Jugendliche ausgebildet, sagt Andrea Vogelsang. „Das ist schon eine Hausnummer. Wir bilden den Nachwuchs für das Werk, aber auch für zahlreiche andere Firmen in ganz Sachsen aus“, erklärt die Betriebsratschefin des Instituts. Es sei ihr eine Herzensangelegenheit, den Vorstandsvorsitzenden Blume in Empfang zu nehmen. „Er soll wissen, dass es dieses Institut gibt. Und er soll wissen, dass der Jugend die Zukunft gehört, deshalb stehe ich hier. ...“
Andreas Dunte für Leipziger Volkszeitung,17:01 unter: Link

- Neue Westfälische: VW-Chef Blume stellt sich einer verunsicherten Belegschaft.
"Die Krise bei VW lässt auch viele Beschäftigte bei Zulieferern um ihre Jobs bangen. In Zwickau demonstrieren sie vereint am Werkstor. ... „Mama- Hast du in 5 Jahren noch Arbeit?” hieß es auf einem der Plakate, „Vereint für unsere Zukunft kämpfen” auf einem anderen. In der Belegschaft sei die Verunsicherung groß, sagte Betriebsratschef Mario Albert. ..."
Neue Westfälische, 26.08.2026, 14:47 unter: Link

- BILD: Laut eines geheimen Plans des Vorstands sollen Volkswagen, die bislang in China produziert werden demnächst in Zwickkau vom Band laufen.

- DLF: Im Mai 2026 hat Wirtschaftsminister Panter (SPD) vorgeschlagen, "ein sogenanntes Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller sei eine Möglichkeit. So könnten eine oder mehrere nicht ausgelastete Produktionslinien ?genutzt werden, um Fahrzeuge zu fertigen. Voraussetzung seien jedoch klare europäische ?Regeln und Standards, betonte der sächsische Wirtschaftsminister. Mehrere chinesische Hersteller suchen derzeit nach Produktionsmöglichkeiten in Europa. Niedersachsens Ministerpräsident Lies hatte VW-Werke ins Spiel gebracht. ..."
Deutschlandfunk, 11.5.2026 Link

- Rote Fahne: Der Eiertanz des Oliver Blume um Werkschliessungen unter: Link


26.8.2026: Betriebsversammlung bei VW in Emden

- Ostdeutsche Allgemeine: VW-Chef Blume lobt Zwickau als Vorbild – doch Zukunft des Werks bleibt offen
"Ihr habt Kosten gesenkt, Abläufe verbessert und den vereinbarten Personalumbau planmäßig vorangebracht. Kurz gesagt: Ihr habt gezeigt, dass Veränderung möglich ist“, sagte Blume nach Unternehmensangaben bei der Betriebsversammlung in Zwickau. „Man kann allen im Konzern nur immer wieder sagen: Schaut nach Sachsen, wie gut das da gelaufen ist.“
Stephanie Lehner für Ostdetusche Allgemeine, 26.08.2026, 20:53 Uhr.

- NDR: VW-Chef Blume in Emden: "Wir kämpfen um industrielle Perspektiven"
"VW-Konzernchef Oliver Blume hat heute zur Belegschaft des Werks in Emden gesprochen - neue Informationen nannte er nicht. Kritik kam vom Betriebsrat, Oberbürgermeister Kruithoff überreichte Blume eine Resolution. Nach der Ankunft per Businessjet wurde Blumes Auto auf dem Weg zum Werk kurzzeitig von Mitarbeitenden blockiert. In Halle Eins des Werks in Emden wurde der VW-Konzernchef am Vormittag anschließend mit den Pfiffen von mehr als 4.000 Beschäftigten empfangen. "Wir nehmen die Anliegen und Sorgen der Menschen hier in Emden und in ganz Ostfriesland ernst", sagte Blume bei der Betriebsversammlung. ..."
NDR, Stand: 26.08.2026 14:01 Uhr unter: Link
- BILD veröffentlicht einen geheimen Rettungsplan aus dem Vorstand: Emden soll ins Rüstungsgeschäft einsteigen und Drohnen oder Militärlastwagen produzieren.

- ZDF: Konzernchef Blume in Emden - Volkswagen will ein Viertel des Managements abbauen
"Nun trifft es auch die Manager: VW muss den Rotstift anlegen und geht bis ganz nach oben. Alle müssten ihren Teil beitragen, so Konzernchef Blume bei einem Besuch in Emden."
26.08.2026 | 14:10 ZDFheute unter: Link


25.8.2025: Betriebsversammlung bei VW in Braunschweig

- Braunschweiger Zeitung: „Ich erwarte Klartext“: So geht es den Mitarbeitern bei VW in Braunschweig. Bei der Betriebsversammlung in Braunschweig fordern die Mitarbeiter Antworten vom Vorstand. Vor dem Werkstor zeigt sich ein eindeutiges Stimmungsbild.
Bjarne Wulf für Braunschweiger Zeitung 17:14 Uhr unter: Link

- Rote Fahne: Selbständiger Protest auf außerordentlicher Betriebsversammlung bei VW Braunschweig
... Thomas Schmall sprach sichtlich nervös. So berichtete er, sie hätten sich neue, gewinnversprechende Geschäftsfelder überlegt. Im Kleingedruckten seiner PowerPoint-Folie konnte man lesen, dass dazu auch Rüstungsindustrie mit den Bereichen landgestützte Fahrzeuge, Drohnen und Ladesysteme gehört.


25.8.2025: Betriebsversammlung bei VW in Wolfsburg

- Junge Welt: Blume drängt auf harte Einschnitte - Konzernchef erklärt sich vor Arbeitern in VW-Werken, bleibt vage und erhält Widerworte von der Betriebsratschefin
Mirko Knoche für Junge Welt unter: Link

- ZDF: Betriebsversammlung in Wolfsburg -VW-Belegschaft pfeift Konzernchef Blume aus
Mehr als 10.000 Beschäftigte protestieren gegen die VW-Sparpläne und viele pfeifen Konzernchef Oliver Blume in Wolfsburg aus. Er verteidigt den Umbau, lässt Details aber offen.
ZDF 14:02 unter: Link

- NDR: Betriebsversammlung bei VW: Blume bekommt Unmut zu spüren
Hintergründe und Entwicklungen noch einmal im Liveticker zum Nachlesen.
"VW-CEO blieb Antworten schuldig"
NDR Stand: 25.08.2026 20:48 Uhr unter: Link

- Handelsblatt: "Auf den Plätzen der Vorstände lagen vorsorglich geräuschdämpfende Ohrstöpsel. Gebraucht wurden sie nicht."
Handelsblatt, 26.8.2026, print, S.4


Am 25.8.2026, begann mit der Betriebsversammlung in Wolfsburg eine Serie von Treffen zwischen Vorstand und Belegschaft von VW

- Deutschlandfunk: "Die Arbeitnehmervertretung hat dazu geladen. Sie verlangt Klarheit von der Geschäftsleitung im Hinblick auf die angekündigten Sparmaßnahmen.
Die Volkswagen-Betriebsratschefin Cavallo hat betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen bei VW ausgeschlossen. ... Das sei für sie keine Option, sagte Cavallo nach einem Treffen mit dem niedersächsischen.Ein Zukunftsprogramm könne nicht allein aus Personalabbau, niedrigeren Arbeitskosten und infrage gestellten Standorten bestehen.
VW-Chef Blume hatte zuletzt einen zusätzlichen Abbau von rund 50.000 Stellen ins Gespräch gebracht. Für die Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm gibt es nach Konzernangaben nach Auslaufen der derzeitigen Fahrzeugproduktion Anfang der 2030er Jahre keine gesicherte Belegung.
Ministerpräsident Lies forderte, gemeinsam Perspektiven für die Standorte zu entwickeln. Es gehe um mehr als nur Rendite oder Dividende, sagte der SPD-Politiker. Die Sorgen der Beschäftigten und die Bedeutung der Werke für ganze Regionen müssten berücksichtigt werden.
Aufgrund des VW-Gesetzes hat das Land Niedersachsen als Großaktionär besonderen Einfluss auf Volkswagen."
Diese Nachricht wurde am 25.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.Siehe: Link


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23.8.2026: IG-Metall-Chefin Benner im Interview: „VW-Mitarbeiter reiben sich die Augen, was bei Porsche anscheinend noch möglich ist“
Benner: "Wir haben Ende 2024 das weitestreichenste Sparpaket in der VW-Geschichte vereinbart. Und die Arbeitnehmerseite ist vertragstreu. ... Die Kolleginnen und Kollegen bei VW haben bereits große Opfer gebracht. Die Beschäftigten bei VW Deutschland verzichten jedes Jahr auf 1,5 Milliarden Euro als Beitrag zur Krisenbewältigung."
Gereon Haas, Marcus Theurer für FAS unter: Link


26.8.2026: "EU plant Auto-Allianz gegen China", titelt das Handelsblatt auf Seite 1.
Gegen China? Aufsichtsrätin Benner wurde im FAS-Interview vom 23.8.26 gefragt, ob "deutsche VW-Werke gerettet werden, wenn dort Autos chinesischer Hersteller vom Band rollen". Und sie hat geantwortet: "Wir prüfen das, aber nur als ergänzende Maßnahme zur bestehenden Beschäftigungssicherung. Es gibt konkrete Verhandlungen." Gesprochen werde darüber, ob VW und ein chinesisches Unternehmen ein faires Joint Venture zum Betrieb von Werken bilden (wollen/sollen/können/müssen/dürfen!).


VW-Chef Oliver Blume gehört laut DSW/TU vom 7.Juli 2026 mit 8,97 Millionen zu den bestbezahlten Chefs von Dax-Unternehmen im Jahr 2025. Im FAZ-Interview vom 21.8.2026 spricht Aufsichtsratsvorsitzende Benner von 9 Millionen Euro.


2025: Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats der Volkswagen AG
Sie "erhalten je Geschäftsjahr eine feste Vergütung von 170.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine feste Vergütung von 510.000 €, sein Stellvertreter erhält eine feste Vergütung von 340.000 €.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zudem für ihre Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats pro Geschäftsjahr eine zusätzliche feste Vergütung von 75.000 € pro Ausschuss, sofern der Ausschuss mindestens einmal im Jahr zur Erfüllung seiner Aufgaben getagt hat. Die Mitgliedschaften im Nominierungs- sowie im Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG bleiben unberücksichtigt. Die Ausschussvorsitzenden erhalten den doppelten, ihre Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag der vorstehend aufgeführten Ausschussvergütung. Ausschusstätigkeiten werden für höchstens zwei Ausschüsse berücksichtigt, wobei bei Überschreiten dieser Höchstzahl die zwei höchstdotierten Funktionen maßgeblich sind. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat beziehungsweise einem seiner Ausschüsse angehört haben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Eine auf die Vergütung entfallene Umsatzsteuer erstattet die Gesellschaft.
Für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und eines Ausschusses erhält das jeweilige Mitglied ein Sitzungsgeld von 1.000 €; bei mehreren Sitzungen am Tag wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt.
Finanzberichte der Volkswagen-Group 2025 unter: Link


Offener Brief der Vertrauensleute + Betriebsräte bei [b]Mercedes u.a. an die IG-Metall-Vorsitzende Benner[/b]
siehe dazu: Link

Quelle: Deutschlandfunk, Tagesschau, FAZ, VW