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Elektronische Gesundheitskarte: Kritik reißt nicht ab

28.04.2012

In der vergangenen Woche trafen sich in Berlin Gegner der elektronischen Gesundheitskarte aus Österreich und der Bundesrepublik zu einer Konferenz mit dem Titel: "Medizinqualität statt e-Card Bürokratie - zu Risiken und Nebenwirkungen der elektronischen Gesundheitskarte". Darunter Professor Hartmut Pohl, Sprecher des Kreises ´Datenschutz und IT-Sicherheit` der Gesellschaft für Informatik, Dr. Christian Euler, Präsident des Verbandes der Hausärzte in Österreich und der Medinzinhistoriker, Professor Paul Unschuld, von der Berliner Charité. Letzterer brachte den ökonomischen und politischen Zweck der neuen Gesundheitskarte so auf den Punkt: "Sie ist wie ein Nacktscanner für den gesamten menschlichen Organismus."
Dr. Silke Lüder, Sprecherin von "Stoppt die e-Card", forderte ihre ArztkollegInnen zum zivilen Ungehorsam gegen die Einführung der Karte auf.

Die elektronische Gesundheitskarte, mit Mikrochip und aufgedrucktem Lichtbild versehen, soll bis Ende 2013 die bisher übliche Karte der gesetzlich Krankenversicherten ersetzen. Auf dieser neuen Karte sollen gespeichert werden: alle Behandlungen, Diagnosen und Rezepte und die natürlich ihre Stammdaten.

In diesem Jahr sollen außerdem alle Arztpraxen und Krankenhäuser mit den Datenbanken der Krankenkassen vernetzt werden.

Link: Gesundheitskarte: Versicherte zahlen
Quelle: Junge Welt, 23.4.2012

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