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81 % finden die Verteilung des Wohlstands UNGERECHT - ARD Umfrage

Foto: H.S.

27.04.2026 - von VdK, Tagesschau

Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap für die ARD zum Sozialstaat zeigen eine klare Haltung in der Bevölkerung: Eine große Mehrheit lehnt Einschnitte in die gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung ab. Trotz steigender Kosten sprechen sich rund drei Viertel der Befragten gegen Kürzungen aus – und das über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg. Eine überwältigende Mehrheit fordert, dass künftig alle in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Auch Maßnahmen für mehr Verteilungsgerechtigkeit, etwa eine stärkere Besteuerung großer Vermögen, finden breite Zustimmung.

Verena Bentele vom VdK: „Die Umfrage widerspricht damit deutlich dem häufig bemühten Narrativ, die Bevölkerung halte Leistungseinschnitte im Sozialstaat für unausweichlich. Vielmehr zeigt sich: Die Menschen erwarten einen starken Sozialstaat und eine gerechtere Finanzierung. Sie wollen keine Einschnitte bei Rente, Pflege und Gesundheit, sie wollen mehr Solidarität. Wer jahrzehntelang gearbeitet hat oder auf Unterstützung angewiesen ist, braucht Sicherheit und keine weiteren Belastungen.“

Der VdK warnt davor, die wachsenden sozialen Sorgen zu ignorieren. Viele Menschen erleben bereits heute ein zunehmendes Auseinanderdriften von Arm und Reich. „Vor diesem Hintergrund stoßen Kürzungsdebatten auf besonders große Ablehnung – vor allem dann, wenn gleichzeitig vermögende Teile der Gesellschaft nicht stärker zur Finanzierung herangezogen werden“ unterstreicht Bentele.

„Unsere Mitglieder haben große Angst vor Einschnitten. Gleichzeitig sehen sie, dass der Reichtum in Deutschland sehr ungleich verteilt ist. Sie erwarten zu Recht, dass starke Schultern mehr tragen als schwache“, so Bentele. „Aus Sicht des VdK ist die Schlussfolgerung eindeutig:
Statt Sozialabbau brauchen wir eine solidarische Finanzierung unserer Sozialversicherungen. Die Bundesregierung sollte endlich auf die Mehrheit der Bevölkerung hören und nicht an ihr vorbei regieren.“
VdK unter: Link


Mehrheit der Bevölkerung hält Wohlstand für ungerecht verteilt

Vier von fünf Deutschen finden es ungerecht, wie der Wohlstand im Land verteilt ist. Das zeigt eine aktuelle ARD-Umfrage. Viele befürworten eine Vermögen- und höhere Erbschaftsteuer.
Am 5. Mai 2025 setzten die Spitzen von CDU, CSU und SPD ihre Unterschriften unter einen gemeinsamen Koalitionsvertrag. "Deutschland steht vor historischen Herausforderungen", heißt es darin gleich zu Beginn. Die Politik der kommenden Jahre werde "darüber entscheiden, ob wir auch in Zukunft in einem freien, sicheren, gerechten und wohlhabenden Deutschland leben". Ein Jahr später sehen die Menschen im Land bei diesem Vorhaben noch einigen Handlungsbedarf.

[b]81 Prozent, also vier von fünf Bürgerinnen und Bürgern, sind der Meinung, der wirtschaftliche Wohlstand im Land sei ungerecht verteilt. Nur 15 Prozent halten den Status quo für gerecht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für die ARD-Aktion "Deine Meinung zählt!", bei der im April bundesweit 2.084 Menschen aus der deutschsprachigen Bevölkerung ab 16 Jahren befragt wurden. ...
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Quelle: VdK, Tagesschau