.jpg)
Foto: H.S.
16.07.2026 - von Düzgün Polat
Warum die Flexibilisierung der Arbeitszeit aus der Lohnabhängigkeit folgt
1. Nicht Modernisierung, sondern Klassenfrage
Die Bundesregierung bereitet eine Reform des Arbeitszeitrechts vor. Die tägliche Höchstarbeitszeit soll zugunsten einer wöchentlichen Betrachtung relativiert werden. Arbeitsministerin Bärbel Bas kündigte im Bundestag an: „Der Entwurf wird im Juni kommen.“ Begründet wird das Vorhaben mit Flexibilität, Vereinbarkeit, elektronischer Zeiterfassung und Schutz vor Missbrauch. Im Koalitionsvertrag ist ausdrücklich die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit vorgesehen. [1][2]
Damit ist der politische Gegenstand benannt, aber noch nicht begriffen. Denn die Arbeitszeitreform ist keine bloße Anpassung an neue Arbeitsformen. Sie ist auch nicht einfach eine technische Frage der Verteilung von Stunden über eine Woche. Sie ist eine aktuelle Erscheinungsform eines alten Gegensatzes: Kapital will Arbeitskraft möglichst lange, möglichst dicht und möglichst störungsfrei anwenden. Lohnabhängige müssen ihre Arbeitskraft verkaufen, weil sie außer ihr keine gesicherte Existenzgrundlage besitzen. ...
Weiterlesen bei Gewerkschaftsforum.de unter: Link
Weitere Artikel, nach dem Datum ihres Erscheinens geordnet, zum Thema
Arbeit:
14.07.2026: Großaktionär von VW: Keine Zusammenarbeit mit israelischer Rüstungsfirma
11.07.2026: Fußball: Proletarischer Sport – höchste Kapitalisierung
07.07.2026: Beim Kölner Gesundheitsdienst sollen 80,4 Stellen Ende des Jahres gestrichen werden
Alle Artikel zum Thema
Arbeit