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„Die Hütte brennt“, bei der SPD-Basis läuten die Alarmglocken

Foto: H.S.

04.09.2026 - von Horst Debusmann

Reaktion von einem der ca. sechs Millionen Direktversicherungsgeschädigten auf den Offenen Brief des SPD-Unterbezirks Groß Gerau - OV Biebersheim an den Parteivorstand in Berlin.

Betrifft: Of­fe­ner Brief des Un­ter­be­zirks Groß-Gerau › SPD OV Bie­bes­heim.
"Vor Ort ge­win­nen wir, in Ber­lin ver­liert Ihr uns"


Sehr ge­ehr­ter Herr Tho­mas Will,
sehr ge­ehr­te Frau Me­la­nie Weg­ling.


Ich habe Ih­ren „Of­fe­nen Brief an Bär­bel Bas und Lars Kling­beil“ im In­ter­net ge­fun­den.

Cha­peau, die be­ste und ehr­lich­ste Ana­ly­se, die ich je ge­le­sen habe. Scho­nungs­los die Pro­ble­me auf den Punkt ge­bracht, Gra­tu­la­ti­on für Ihre Ar­beit mit um­fang­rei­chem Ver­tei­ler.
Ge­schich­te ­wie­der­holt sich, ein wich­ti­ger Punkt fehlt, der Ih­rer Par­tei seit mehr als 20 Jah­ren vie­le Mil­li­o­nen (!) Wäh­ler­stim­men ko­stet.

Ich er­in­ne­re an die ­Rede Ih­res ehe­ma­li­gen Vor­sit­zen­den Sig­mar Ga­briel auf der „Wer­te­kon­fe­renz Ge­rech­tig­keit“ des Jahres 2016.
Sigmar Gabriel in Berlin Ber­lin am 09.05.2016:
Sehr ver­ehr­te Gä­ste, lie­be Ge­nos­sin­nen und Ge­nos­sen!
„Was sind Staa­ten an­de­res als gro­ße Räu­ber­ban­den, wenn es in ih­nen kei­ne Ge­rech­tig­keit gibt.“

Die­ser Satz könn­te ein SPD-Klas­si­ker sein. Er stammt aber aus dem 5. Jahr­hun­dert und wur­de von Au­gus­ti­nus notiert. Der Hun­ger nach Ge­rech­tig­keit treibt die Ge­schich­te der Mensch­heit nicht weni­ger an, als das Be­dürfnis nach bes­se­ren Le­bens­be­din­gun­gen und ma­te­ri­el­ler
Si­cher­heit.
(Nicht im Re­de­ma­nu­skript ein­ge­plant hatte Gabriel den Satz: „Feh­ler zu ma­chen ist nicht schlimm, sie je­doch nicht zu­zu­ge­ben ist das Pro­blem.“)

Sigmar Gabriel in der Of­fen­bach Post am 10.05.2016:
„Die SPD ist be­droht. Wir sind ein biss­chen zu viel Staat und zu we­nig so­zia­le Be­we­gung“.

Anmerkung des Autors: Ana­ly­sen,­ Au­swe­rtu­ngen und Ant­wor­ten mei­ner­seits an die SPD.
Ant­wort: kei­ne.

Dietmar Nietan in der Of­fen­bach Post vom 29.08.2016:
„Der SPD-Schatz­meis­ter Diet­mar Nietan warnt sei­ne Par­tei vor dro­hen­den Geld­prob­le­men,
soll­ten die Zustim­mungs­wer­te für die So­zi­al­de­mo­kra­ten nicht bes­ser wer­den. Mo­men­tan habe die SPD zwar „kei­ne ernst­haf­ten Fi­nanz­schwie­rig­kei­ten“, sag­te Nietan. „Wir be­kom­men sie aber we­gen stag­nie­ren­der Gel­der aus der staat­li­chen Par­tei­en­fi­nan­zie­rung, wenn wir bei den nächs­ten Wah­len so schlecht ab­schnei­den wie zu­letzt. Die SPD müs­se ihre Er­geb­nis­se
ver­bes­sern, "sonst kön­nen wir uns die vor­han­de­ne Per­so­nal­stär­ke, ein­schließ­lich der im
Wil­ly-Brandt-Haus, auf Dau­er nicht mehr lei­sten". Die SPD hat­te bei den jüngs­ten
Land­tags­wah­len in Ba­den-Würt­tem­berg und Sach­sen-An­halt her­be Ver­lus­te ein­ge­fah­ren.“

Anmerkung des Autors: Ge­schich­te ­wie­der­holt sich.

Epoch­ti­mes am 28.08.2026:
„Die SPD kämpft mit fi­nan­ziel­len Prob­le­men: We­gen schlech­ter Wahl­er­geb­nis­se und
Mit­glie­der­schwund feh­len der Par­tei jähr­lich rund fünf Mil­li­o­nen Euro. Als Kon­se­quenz plant die Par­tei­spit­ze ei­nen strik­ten Spar­kurs mit Stel­len­ab­bau und hat bes­te­hen­de
Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen ge­kün­digt.“

An­mer­kung des Autors: Wer sei­ne ei­ge­nen Ge­set­ze ad ab­sur­dum führt, re­spekt­los un­se­rer am Mund für die Al­ters­vor­sor­ge ab­ge­spar­ten Gel­der be­raubt, darf das auch am ei­ge­nen Leib ver­spü­ren. Ma­chen Sie Po­li­tik für und nicht ge­gen die Men­schen, dann kom­men Ihre Wäh­ler auch wie­der zu­rück.

Sigmar Gabriel in der WELT vom 01.05.2016:
"Gab­riel warnt Uni­on vor Ver­hält­nis­sen wie in Öster­reich, sei­ne Wor­te: Im Nach­bar­land kön­ne man „se­hen, was pas­siert, wenn eine gro­ße Ko­ali­ti­on das Volk aus den Au­gen und für des­sen Pro­ble­me das Ge­hör ver­lo­ren hat. ...
Gab­riel for­dert eine mas­si­ve Kurs­kor­rek­tur in der Ren­ten­po­li­tik: „Wir müs­sen al­les un­ter­neh­men, das wei­te­re un­ge­brem­ste Ab­sin­ken des Ren­ten­ni­veaus nach 2020 zu stop­pen und das Ren­ten­ni­veau zu sta­bi­li­sie­ren“. In der De­bat­te über ei­nen Kurs­wech­sel bei der Ren­ten­po­li­tik warf er der Uni­on eine Ver­wei­ge­rungs­haltung vor.

Hier­zu einige Zei­len des Autors an Herrn Gab­riel:
"Man kommt aus dem Stau­nen nicht mehr he­raus. Sie ha­ben Ihre Wäh­ler doch schon lan­ge aus den Au­gen ver­lo­ren, wir ha­ben für un­se­re be­rech­tig­ten Kla­gen bei Ih­nen bis­her kein Ge­hör
ge­fun­den und das, was Sie heu­te der Uni­on mit Ver­wei­ge­rungs­hal­tung vor­wer­fen, prak­ti­zie­ren Sie bei uns schon seit vie­len Jah­ren. Sie ha­ben al­les un­ter­nom­men, eine ur­sprüng­lich gut ge­mein­te Idee ad ab­sur­dum zu füh­ren, Ver­brau­cher­täu­schung und Ver­trags­bruch wur­den zum
Mar­ken­zei­chen der SPD. Pac­ta sunt se­van­da, zur Er­in­ne­rung: Der Grund­satz be­sagt, dass
der­je­ni­ge, der Ver­trä­ge bricht, rechts­wid­rig/un­er­laubt han­delt. Ihre bis­he­ri­ge Po­li­tik zur Al­ters­vor­sor­ge, hier ins­be­son­de­re zur Di­rekt­ver­si­che­rung macht fas­sungs­los und wü­tend."



Nach die­ser Ein­lei­tung – das muss­te sein – zum Of­fe­nen Brief des Un­ter­be­zirks Groß-Gerau › SPD OV Bie­bes­heim, an die Lan­des­ver­bän­de SPD-Be­zir­ke Hes­sen Süd / Hes­sen Nord und alle SPD-Un­ter­be­zir­ke: „Vor Ort ge­win­nen wir, in Ber­lin ver­liert Ihr uns.“
Der hi­sto­ri­sche Ab­sturz der SPD, Start­da­tum 01.01.2004, ist auch auf den gen Him­mel schrei­en­den Betrug an ehe­mals treu­en SPD-Wäh­lern zu­rück­zu­füh­ren. Weil Geld in den Kas­sen der Gesetzlichen Krankenversicherungen fehl­te, wur­den als Spar­ver­trag über den Ar­beit­ge­ber ab­ge­schlos­se­ne Di­rekt­ver­si­che­run­gen (das war als Grup­pen­ver­trag für bes­se­re Kon­di­ti­o­nen so vor­ge­ge­ben) von den Ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen mit Dul­dung al­ler bis­her Re­gie­ren­den ge­setz­wid­rig zu Be­triebs­ren­ten um­funk­ti­o­niert.

Was mit dem GMG zur Ver­mei­dung ei­nes Um­ge­hungs­tat­be­stan­des ge­dacht war (Ka­pi­tal­ab­fin­dung statt Be­triebs­ren­te), wur­de auf Ka­pi­tal­auszah­lung durch Um­wand­lung von Bar­lohn in ei­nen „An­spruch auf Vers­chaf­fung von Ver­si­che­rungs­schutz“ durch Ab­schluss ei­ner be­trieb­li­chen
Di­rekt­ver­si­che­rung im Sin­ne von § 1 Be­trAVG und die Zah­lung von Bei­trä­gen zu die­ser
Ver­si­che­rung geändert. Zu­sätz­li­che fi­nan­ziel­le Be­las­tun­gen dür­fen dem Ar­beit­ge­ber da­raus je­doch nicht er­wach­sen.

Der Ar­beit­ge­ber hat­, als Ver­si­che­rungs­neh­mer, die Di­rekt­ver­si­che­rung auf das Le­ben des Mitarbei­ters bei den Le­bens­ver­si­che­run­gen ab­ge­schlos­sen, und zwar ohne Ren­ten­wahl­recht!

Seit dem 1.1.2004 wer­den alle im Durch­füh­rungs­weg „Di­rekt­ver­si­che­rung“ als
Le­bens­ver­si­che­rung ab­ge­schlos­se­nen Spar­ver­trä­ge nach Ka­pi­tal-Aus­zah­lung so­gar rück­wir­kend zu Be­triebs­ren­ten de­kla­riert, ob­wohl die Ver­trä­ge be­reits in den 70-er, 80-er und 90-er Jah­ren ab­ge­schlos­sen wur­den, also mehr als 35 Jah­re vor der Verabschiedung des
Ge­sund­heits­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setzes (GMG).

Pac­ta sunt ser­van­da: ab­ge­schafft.
Bestands­schutz mit Fü­ßen ge­tre­ten.
Ver­trau­ens­schutz: ab­er­kannt.
Das ist „Raub­rit­ter­tum“, das ist Be­trug am Bür­ger, der durch Ei­gen­leis­tung / Vor­sor­ge dem Staat nicht zur Last fal­len woll­te. Arg­lis­ti­ge Täu­schung bedeu­tet ero­die­ren­des Ver­trau­en in die Po­li­tik mit Exo­dus der Stamm­wäh­ler. Es geht um Macht und Moral, seit dem Jahr 2004 auch um Wäh­ler­täu­schung. Kein Mensch hät­te im Wis­sen um die­se Will­kür-Entschei­dung je ei­nen solchen Direktversicherungsvertrag ab­ge­schlos­sen, es ist BE­TRUG.

Pri­vat Krankenversicherte wer­den nicht be­langt, bes­ser Ver­die­nen­de auch hier, wie die
Be­am­ten, sind ein zu ver­scho­nen­des Kli­en­tel. Mit wel­chem Recht?

Gran­di­o­se Leis­tung! Wir zah­len aus ei­ge­nem Er­spar­ten uns selbst eine Be­triebs­ren­te, ein Skan­dal.

Die­sen Irr­sinn an fol­gen­dem Bei­spiel auf­ge­zeigt. Zwei An­ge­stell­te ei­ner Fir­ma mit glei­cher Tä­tig­keit und glei­chem Ge­halt:
– Kol­le­ge A spart in eine Di­rekt­ver­si­che­rung, muss nach Ka­pi­tal­aus­zah­lung er­neut
Ar­beit­neh­mer- und Ar­beit­ge­ber­bei­trä­ge an die GKV zah­len, ob­wohl im Ar­beits­le­ben be­reits ver­bei­tragt, … dumm ge­lau­fen.
– Kol­le­ge B ver­lebt das Geld, macht Ur­laub und sagt zu Recht: Wes­halb spa­ren, wenn der Staat mir ein Fünf­tel da­von wie­der weg­nimmt.

Nur weil der Ar­beit­ge­ber im Zuge ei­ner Grup­pen­ver­si­che­rung/Sam­mel­ver­trä­ge Gel­der sei­ner Mit­ar­bei­ter treu­hän­de­risch an die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft wei­ter­ge­lei­tet hat, ist das
noch lan­ge kei­ne „Be­triebs­ren­te“!

Erst jahr­zehn­te­lang (weil die Ren­te nicht reicht) er­gän­zend für die Al­ters­vor­sor­ge spa­ren las­sen, dann 20% da­von wie­der ab­neh­men, ist an Un­ver­schämt­heit nicht mehr zu über­bie­ten. Der Staat und die Regierung mit ihren Verantwortlichen haben damit ohne Vor­war­nung, ohne Über­gangs- und Ver­trau­ens­schutz­re­ge­lung und ohne Rück­sicht­nah­me auf ren­ten­na­he Jahr­gän­ge rück­wir­kend in bes­te­hen­de Ver­trä­ge ein­ge­grif­fen.

Mit ei­nem Fe­der­strich wur­de die selbst er­spar­te Al­ters­vor­sor­ge vie­ler Bür­ger zu­nich­te
ge­macht! Mil­li­o­nen von Be­trof­fe­nen ver­lo­ren nach der ein­ma­li­gen Ka­pi­tal­aus­zah­lung (kei­ne Ab­fin­dung, nur die­se war der Um­ge­hungs­tat­be­stand ei­ner ech­ten Be­triebs­ren­te) durch den
Ein­griff der So­zi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger so­mit ab dem 01.01.2004 fast ein Fünf­tel ih­rer
Er­spar­nis­se.

Lo­thar Bin­ding/MdB (SPD) am 26.07.2014 beim StN-Stadt­schreib­tisch Be­triebs­ren­te:
Die Wut bleibt. „Emo­tio­nal war der Weg ver­kehrt. Doch ich muss ehr­lich zu­ge­ben, dass es kei­ne an­de­re Idee gab, um das Loch in der ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­se zu stop­fen“, sagt
Bin­ding, der trotz der auf­ge­brach­ten Men­ge ruhig bleibt und be­schwich­tigt. Den Be­triebs­rent­nern sei es gut ge­gan­gen, „des­halb wur­de das Mo­dell ge­wählt“.


Ein Of­fen­ba­rungs­eid. Wel­che Vor­stel­lung hat die SPD von Ver­trau­en, Glaub­wür­dig­keit,
Zu­ver­läs­sig­keit, Re­spekt und Wert­schät­zung? Tau­sen­de Pro­test­schrei­ben / Mails wur­den in dieser Sache an die SPD ge­schrie­ben, alle wurden igno­riert, run­de Ab­la­ge.

Nach­fol­gen­der Bun­des­tags­an­trag schei­ter­te an der Brand­mau­er.
Deut­scher Bun­des­tag,
Druck­sa­che 19/15788, 19. Wahl­pe­ri­ode, 11.12.2019
Der Deut­sche Bun­des­tag for­dert die Bun­des­re­gie­rung auf, ei­nen Ge­setz­ent­wurf vor­zu­le­gen, der si­cher­stellt, dass

1. alle staat­lich ge­för­der­ten Ver­trä­ge der be­trieb­li­chen Al­ters­vor­sor­ge nur ein­ma­lig mit Bei­trags­zah­lun­gen zur So­zi­al­ver­si­che­rung be­las­tet wer­den,
2. auf An­trag von Be­trof­fe­nen eine Rück­er­stat­tung dop­pelt ge­zahl­ter Bei­trä­ge zur
So­zi­al­ver­si­che­rung auf Ver­trä­ge der be­trieb­li­chen Al­ters­vor­sor­ge er­folgt.

Ber­lin, den 21. No­vem­ber 2019. Dr. Ali­ce Wei­del, Dr. Ale­xan­der Gau­land und Frak­ti­on
Be­grün­dung: Das GKV-Mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz aus dem Jahr 2004 griff rück­wir­kend in die
Ver­trä­ge der bAV ein. Dadurch kam es un­ter an­de­rem zu Dop­pel­zah­lun­gen von
So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen (sog. ech­te Doppel­ver­bei­tra­gung) bei ver­schie­de­nen For­men der bAV. ...


Wir Be­trof­fe­ne se­hen es als Will­kür-Be­trug und übels­te Wäh­ler­täu­schung, Wert­efun­da­men­te wer­den zer­stört. Das GMG ist rich­tig, aber die GKV´en deu­ten es um auf ihre Wei­se, mit Ziel Mehr­ein­nah­men we­gen klam­mer Kas­sen, die Ju­di­ka­ti­ve (sie­he PS.) ur­teilt aber stets nur über Ka­pi­tal­ab­fin­dung.

Wir aber haben eine Ver­ein­ba­rung mit KA­PI­TAL-AUS­ZAH­LUNG ei­ge­ner Bei­trä­ge, so­mit nichts
um­gan­gen.  Nur weil der Ar­beit­ge­ber im Zuge ei­ner Grup­pen­ver­si­che­rung/ Sam­mel­ver­trä­ge
Gel­der sei­ner Mit­ar­bei­ter treu­hän­de­risch an die Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft wei­ter­ge­lei­tet hat, ist das noch lan­ge kei­ne „Be­triebs­ren­te“.

Am 29.10.2023 wur­de von Ha­lil Öz­tas, Bür­ger­mei­ster von Heu­sen­stamm, ein Brief an Bundeskanzler Scholz per­sön­lich über­ge­ben. Be­treff: Ex­odus Ih­rer Stamm­wäh­ler, das hat Grün­de. Seit vie­len Jah­ren be­kannt, Wut­bür­ger weh­ren sich.

"Sehr ge­ehr­ter Herr Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz, wer­ter SPD-Par­tei­vor­stand.

Ha­lil Öz­tas, Bür­ger­meis­ter von Heu­sen­stamm a.D. hat als über­zeug­ter So­zi­al­de­mo­krat bei der LT-Wahl in Hes­sen vie­le Erst­stim­men er­hal­ten, bei der Zweit­stim­me zeig­ten je­doch Wut­bür­ger mit ih­ren Pro­test­stimmen die rote Kar­te zu ei­ner in vie­len Be­rei­chen für uns Bür­ger nicht mehr nach­voll­zieh­bar be­las­te­ten Po­li­tik auf Bun­des­ebe­ne. Das SPD-Er­geb­nis bei der BT-Wahl 2017 war nicht War­nung ge­nug.

Eine nach­voll­zieh­ba­re Ent­täu­schung, viel En­ga­ge­ment und Zeit für sei­ne Über­zeu­gung zu
in­ves­tie­ren, die je­doch durch die de­sast­rö­se Am­pel­po­li­tik mit der SPD an der Spit­ze
ehe­ma­li­ge Stamm­wäh­ler end­gül­tig auf die Pal­me treibt. Dazu ge­hö­ren auch Mil­li­o­nen
Ar­beit­neh­mer/in­nen, die von Ih­nen seit dem Jahr 2004 um die in vie­len Jah­ren
pri­vat­fi­nan­ziert an­ge­spar­te Al­ters­vor­sor­ge scham­los be­tro­gen wer­den. „Wir ste­hen an ei­nem ent­schei­den­den Punkt in un­se­rer De­mo­kra­tie“, das galt be­reits bei der BT-Wahl 2017. Das ka­ta­stro­pha­le Er­geb­nis ken­nen Sie, statt Ein­sicht auf Kor­rek­tur aber ein im­mer wei­ter so! ...

Ant­wort: kei­ne.
Eine bit­te­re Er­kennt­nis, der Bür­ger muss zah­len, zah­len und noch­mals zah­len. Be­trug am
Bür­ger schafft kein Ver­trau­en, son­dern Frust für ge­setz­wid­ri­ges han­deln.

Alex­an­der Gau­land/AfD brach­te es in ei­ner BT-Rede auf den Punkt:
„Ihre (die Re­gie­ren­den) Feh­ler sind un­se­re Le­bens­ver­si­che­rung.“
Die Wahl­um­fra­gen in letz­ter Zeit be­stä­ti­gen das auf ein­drucks­vol­le Wei­se.

Bun­des­prä­si­dent Frank-Wal­ter Stein­mei­er hat in die­sen Ta­gen in Berlin gesagt: „Es gibt kei­ne Staats­bür­ger ers­ter oder zwei­ter Klas­se“. 
Wenn dem so ist, soll­te auch Fol­ge­ndes über­dacht wer­den, aus­führ­lich be­han­delt in mei­ner Mail an ZDF und Ver­tei­ler:

ZDF am 20.08.2026
Talk­show Ren­te: Mehr ar­bei­ten, mehr zah­len, we­ni­ger Lei­stung?
Dort u.a.:
Grund­ge­setz Ar­ti­kel 3:
Alle Men­schen sind vor dem Ge­setz gleich, be­deu­tet: Alle Men­schen ha­ben die glei­chen
Rech­te.


Das Grund­ge­setz soll Men­schen vor Be­nach­tei­li­gung schüt­zen. Klingt gut, dann bit­te die Be­nach­tei­li­gung der Rent­ner im Hin­blick auf ihre Altersversorgung ge­gen­über den Be­am­ten ab­schaf­fen, der­zeit eine gro­be Un­ge­rech­tig­keit, das ist ver­ant­wor­tungs­los, be­schä­mend und dis­kri­mi­nie­rend! Seit Jahr­zehn­ten ha­ben wir hier die Zwei-Klas­sen-Ge­sell­schaft“ in reins­ter Form mit Dul­dung der SPD, die als bis­he­ri­ge Ar­bei­ter­par­tei kei­ne An­stal­ten macht, das zu än­dern. Eine Un­ge­rech­tig­keit, voll über­ein­stim­mend mit Ih­ren Ar­gu­men­ten im Of­fe­nen Brief an Ihre Par­tei­füh­rung.

Wir er­war­ten Fair­ness und ap­pel­lie­ren an den ge­sun­den Men­schen­ver­stand, rin­gen Sie sich zur Wahr­heit durch. Be­trug am Bür­ger schafft kein Ver­trau­en, son­dern Frust bei ge­setz­wid­ri­gem Han­deln, auch zum Nach­teil Ih­rer Par­tei. Es ist er­schre­ckend, wie weit sich un­se­re Po­li­ti­ker von den „Sor­gen und Nöte“ der Men­schen ent­fernt ha­ben. Will­kür ist ver­werf­lich, ein Of­fen­ba­rungs­eid für nicht zu Ende ge­dach­te ab­sur­de Ent­schei­dun­gen, ein Skan­dal. Wo bleibt die Wert­schät­zung?

„Was du nicht willst, dass man dir tu, füg´ auch kei­nem an­de­ren zu.“ Vie­le von die­sem Will­kür-Be­trug be­trof­fe­ne Bür­ger ha­ben end­gül­tig das Ver­trau­en in ei­nen funk­tio­nie­ren­den Rechts­staat ver­lo­ren, man fühlt sich aus­ge­nutzt.

Da Po­li­ti­ker nicht rea­gie­ren, fällt die Ent­schei­dung an der Wahl­ur­ne, Frust ist aber kein gu­ter Rat­ge­ber. Die Feh­ler der letz­ten 20 Jah­re haben die SPD einge­holt, so das
Ein­ge­ständ­nis (bit­te­re Er­kennt­nis) von Lars Kling­beil in die­sen Ta­gen. Es ist 5 vor 12, im Osten Deutsch­lands, so seine Be­fürch­tung, be­reits 5 nach 12.

Die­ses Ber­li­ner Ver­sa­gen müs­sen wir jetzt dop­pelt und 3-fach aus­ba­den. Wo sind die vie­len Gel­der geblie­ben, die Ih­nen in die­sen 20 Jah­ren treu­hän­de­risch an­ver­traut wur­den? Co­ro­na (Mas­ken­be­schaf­fung /-ent­sor­gung), Maut­de­sa­ster, öffen­tliche Ver­schwen­dung (Schwarz­buch der Steu­er­zah­ler), un­kon­trol­lier­te Ein­wan­de­rung (ir­re­gu­lä­re Mi­gra­ti­on) mit ho­hen Fol­ge­ko­sten für Ju­di­ka­ti­ve, Rück­füh­run­gen etc. Wir ha­ben in der EU die höch­sten Strom­ko­sten, ... Ben­zin­prei­se, Woh­nen für vie­le nicht mehr be­zahl­bar, da­für im Ver­gleich zu un­se­ren Nach­barn die ge­ring­sten Ren­ten. Dan­ke an un­se­re Po­li­ti­ker, das habt ihr be­stens ge­macht, „Zum Woh­le des deut­schen Vol­kes“.


Mit den bes­ten Grü­ßen können Sie meinen Brief bei Ih­rem Be­such An­fang Ok­to­ber in Ber­lin gerne zur Spra­che brin­gen, über­ge­ben und eine Korrek­tur anmah­nen. Dann könn­te der Wunsch vieler SPDler, wie­der eine Volks­par­tei zu wer­den, in Er­fül­lung ge­hen. Bis­her gilt die De­vi­se, „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Und falls hilf­reich, die­se Zei­len auch gern an den in Ih­ren im Of­fe­nen Brief ge­nann­ten Ver­tei­ler wei­ter­lei­ten, dan­ke.

Soll­te der Wunsch zur­ Klärung­ offener Fra­gen bei Ihnen be­ste­hen, kom­me ich ger­ne nach Groß-Gerau.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Horst De­bus­mann

PS:
Die mantra­haft von al­len Re­gie­ren­den und von fast al­len Ab­ge­ord­ne­ten auf­ge­stell­te
Be­haup­tung, „das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat ent­schie­den“ ist für un­se­re Ver­trä­ge nicht­ zu­tref­fend, so­mit falsch, die Ur­tei­le be­zie­hen sich aus­schließ­lich auf mit den Ar­beit­ge­bern ver­ein­bar­ten „Be­triebs­ren­ten !!!“, die zur Um­ge­hung er­neu­ter Kran­ken­kas­sen­bei­trä­ge vor Ren­ten­be­ginn ka­pi­ta­li­siert wur­den.

Für un­se­re Ver­trags­ge­stal­tung …
– Um­wand­lung von Bar­lohn in ei­nen „An­spruch auf Ver­schaf­fung von Ver­si­che­rungs­schutz“
– Di­rekt­ver­si­che­rung auf das Le­ben des Mit­ar­bei­ters ohne Ren­ten­wahl­recht !!!
– Zu­sätz­li­che fi­nan­ziel­le Be­la­stun­gen dür­fen dem Ar­beit­ge­ber dar­aus nicht er­wach­sen.
– Der Ar­beit­ge­ber hat­te als Ver­si­che­rungs­neh­mer die Di­rekt­ver­si­che­rung auf das Le­ben des Mit­ar­bei­ters bei den Le­bens­ver­si­che­run­gen ab­ge­schlos­sen, und zwar ohne Ren­ten­wahl­recht !!!
exi­stiert kein ein­zi­ges Ur­teil, es wer­den „Äp­fel mit Bir­nen“ ver­gli­chen“, das be­deu­tet Rechts­staat auf Ab­we­gen.

„Im Rechts­staat gel­ten Ge­set­ze. Wenn sich die Re­gie­ren­den selbst aus­su­chen, an wel­che
Ge­set­ze sie sich hal­ten und an wel­che nicht, ist die Ty­ran­nei nicht mehr fern.“
Bun­des­ju­stiz­mi­ni­ster Mar­co Busch­mann (FDP)

Offener Brief des SPD Unterbezirks Groß-Gerau vom 18.8.2026 unter: Link

Quelle: Horst Debusmann