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Kassenbeitrag steigt: Aufschrei befürchtet

27.03.2008 - von Hanne Schweitzer

Spätestens im Juli 2008 rechnet Ingo Kailuweit von der Kaufmännischen Krankenkasse mit einer Erhöhungswelleder Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung um 0,5 bis 0,8 Prozent.
Dass diese Annahme nicht aus der Luft gegriffen ist, belegt eine Äußerung des Bernd Rürüp. Er mahnte in der Zeitung WELT vom 25.3.08 die schwarz/rote Bundesregierung. Diese müsse die 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten auf die UNAUSWEICHLICHEN Erhöhungen vorbereiten und ein kommunikatives Desaster vermeiden, ansonsten werde es einen Aufschrei der Bürger geben.

Ein Geschrei wird sich sicherlich ergeben, die Frage ist nur, was das an der Verschwendung und Ineffizienz des Gesundheitssystems ändert?
"Von den 160 Milliarden, die das Gesundheitswesen pro Jahr VERSCHLINGT, sind 70 Milliarden Euro zum Fenster rausgeschmissen".

So kommentiert der Präsident des Allgemeinen Patientenverbandes, Christian Zimmermann, die geplante Beitragserhöhung. (Der Vorstandsvorsitzende der DAK Hansjoachim Fruschki verdiente im Jahr 2004 bereits 221.000 €)

Die Selbstbedienungsmentalität der Gesundheitsindustrie wird aber noch zunehmen, wenn das Gesundheitswesen demnächst in dem neu errichteten Gesundheitsfonds gehalten wird.

Derweil streiken etliche niedergelassene Ärzte in dieser Woche, um gegen die Bedrohung der freien Arztpraxen durch die Gesundheitsindustrie zu protestieren. Dahinter verbirgt sich die Angst, dass die Krankenhäuser zunehmend die ambulante Versorgung der PatientInnen übernehmen.

- Originalbeitrag vom 27.3.08 -

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=30
Quelle: diverse

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